Unerwartete Wende: Die USA übergeben Venezuela einen Tanker, der in der Karibik beschlagnahmt worden war



Die Küstenwache hinter dem Tanker (Referenzbild)Foto © X / @US_EUCOM

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Die Vereinigten Staaten haben Venezuela einen Öltanker übergeben, der Anfang Januar beschlagnahmt worden war, in einem unerwarteten Schritt, der ohne offizielle Erklärungen blieb.

Zwei US-Beamte bestätigten gegenüber Reuters, dass das Schiff, identifiziert als M/T Sophia, an die venezolanischen Behörden zurückgegeben wurde.

Das Schiff mit panamaischer Flagge war am 7. Januar von der Küstenwache und den Militärkräften der Vereinigten Staaten abgefangen worden, während es Rohöl transportierte.

In diesem Moment beschrieb Washington die Sophia als einen „Staatenlosen Tanker“, der zu einer „dunklen Flotte“ gehört, die internationalen Sanktionen unterliegt.

Laut der Nachrichtenagentur lag die Sophia seit dem 21. Januar vor der Küste von Ponce in Puerto Rico vor Anker, zusammen mit einem anderen ebenfalls beschlagnahmten Tanker.

Es ist unklar, ob das Schiff mit seiner Ladung Öl zurückgegeben wurde und unter welchen Bedingungen die Übergabe stattfand, betonte die Quelle.

Die US-Regierung machte keine Kommentare zu den Gründen für die Geste, und das Ministerium für Kommunikation Venezuelas, das für die Presseantworten zuständig ist, gab ebenfalls keine Stellungnahmen ab, betonte Reuters.

Die Rückgabe des Schiffs erfolgt vor dem Hintergrund von Veränderungen in der Beziehung zwischen beiden Ländern nach der Festnahme von Nicolás Maduro und dem Beginn des Übergangsprozesses, der unter der Leitung der interimistischen Präsidentin Delcy Rodríguez unter der Aufsicht von Washington steht.

Die Administration von Donald Trump hat ihre Politik gegenüber Lateinamerika auf den Wiederaufbau des venezolanischen Energiesektors und die temporäre Kontrolle über dessen Ölressourcen konzentriert, wie der Außenminister Marco Rubio kürzlich erklärte.

Beide Beamte betonen, dass das Ziel darin besteht, Transparenz bei der Verwaltung der Vermögenswerte des Landes zu gewährleisten und zu verhindern, dass sie erneut in die Hände des Chavismus gelangen.

Laut Experten aus der maritimen Branche, die von Reuters zitiert wurden, wurden viele der Schiffe, die mit dem Handel von venezolanischem Rohöl verbunden sind, vor über zwei Jahrzehnten gebaut und operieren ohne Sicherheitszertifikate oder angemessene Versicherungen, was ein erhebliches Umweltrisiko darstellt.

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