Welche Bedingungen könnten Donald Trump dazu bringen, die gegen Kuba verhängten Sanktionen zu reconsideren?



Donald TrumpFoto © X/David Alandete

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Das neue Dekret, das vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald J. Trump, unterzeichnet wurde, lässt die Möglichkeit offen, die gegen Kuba verhängten Sanktionen zu ändern, falls die Regierung der Insel „bedeutende Maßnahmen“ ergreift, um die von Washington erklärte nationale Notlage anzugehen und sich „ausreichend“ mit den amerikanischen Interessen in Bezug auf Sicherheit und Außenpolitik in Einklang zu bringen.

Die Klausel erscheint in Abschnitt 3 der Exekutive, mit dem Titel „Befugnis zur Änderung“, in dem der Mandatsträger die Szenarien darlegt, die Änderungen oder Anpassungen der getroffenen Maßnahmen rechtfertigen könnten.

Der Text beschreibt drei mögliche Umstände, unter denen Trump die Anordnung überprüfen könnte:

  1. Falls neue Informationen, Empfehlungen oder Änderungen der Umstände auftreten, die eine Aktualisierung des Dekrets rechtfertigen.
  2. Falls ein ausländisches Land als Reaktion auf die ergriffenen Maßnahmen Vergeltungsmaßnahmen gegen die Vereinigten Staaten einleitet.
  3. Wenn die Regierung von Kuba oder ein anderes betroffenen Land konkrete Schritte unternimmt, um die "nationale Notlage" anzugehen, und eine ausreichende Übereinstimmung mit Washington in Fragen der nationalen Sicherheit und Außenpolitik zeigt.

Obwohl der Text keine Fristen oder ausdrücklichen Verpflichtungen festlegt, deutet die diplomatische Sprache des Dokuments darauf hin, dass die Tür für eine Überprüfung der Sanktionen nicht vollständig geschlossen ist, sofern das kubanische Regime seine Kooperationspolitik mit Ländern ändert, die von den Vereinigten Staaten als feindlich betrachtet werden, wie Russland, China oder Iran.

Die am 29. Januar erlassene und ab dem 30. wirksame Exekutive-Verordnung erklärt einen nationalen Notstand, da sie die politischen Maßnahmen und Handlungen der kubanischen Regierung als „eine ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit und die Außenpolitik der Vereinigten Staaten betrachtet.

Als Teil dieser Maßnahme genehmigte Trump die Schaffung eines Zollsystems, das die Erhebung zusätzlicher Abgaben auf Importe aus Ländern ermöglicht, die Öl direkt oder indirekt an Kuba verkaufen oder liefern.

Unterzeichnet im Weißen Haus, fällt der Erlass unter die Bestimmungen des Gesetzes über internationale Notstandswirtschaftsmaßnahmen (International Emergency Economic Powers Act), das Gesetz über nationale Notstände (National Emergencies Act) und Titel 3 des US-Statuts.

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