Die Regierung der Schweiz gibt eine strenge Reisewarnung für diejenigen heraus, die nach Kuba reisen möchten



Straße in Alt-Havanna (Referenzbild)Foto © CiberCuba

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Der umfassende Verfall der Situation in Kuba hat die Regierung der Schweiz dazu veranlasst, eine strenge Reisewarnung für ihre Bürger auszusprechen.

In einem Update, das diesen Dienstag veröffentlicht wurde, empfiehlt das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA), Reisen zur Karibikinsel zu vermeiden, aufgrund einer Krise, die sowohl den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen als auch die persönliche Sicherheit betrifft.

Die offizielle Mitteilung, gültig ab dem 11. Februar 2026, beschreibt ein kritisches Szenario: "Der Mangel an Treibstoff und Elektrizität beeinträchtigt das tägliche Leben erheblich".

Das DFAE betont, dass Stromausfälle häufig sind und „mehrere Stunden oder sogar Tage“ dauern können, was sogar touristische Einrichtungen wie Hotels betrifft.

Ein Land im Zusammenbruch: Ohne Strom, ohne Treibstoff, ohne Lebensmittel

Unter den schwerwiegendsten Warnungen befindet sich die, die sich auf die Unmöglichkeit bezieht, essentielle Dienstleistungen zu garantieren.

Die Schweizer Behörde warnt, dass "es auch Probleme mit der Lebensmittelversorgung gibt, insbesondere bei Grundnahrungsmitteln, Medikamenten und medizinischer Ausrüstung. Es werden keine Notdienste angeboten."

Sogar die Telefonverbindungen und der Internetzugang können über längere Zeiträume hinweg vollständig unterbrochen sein.

Das Dokument erinnert daran, dass nur die Fluggesellschaften in der Lage sind, Informationen über Flüge bereitzustellen, und dass es entscheidend ist, sich vor der Reise direkt mit ihnen in Verbindung zu setzen, da die Instabilität auch die Betriebsabläufe an den Flughäfen beeinträchtigt.

Sicherheit und Proteste: „Die soziale Situation ist sehr angespannt“

Was die allgemeine Situation im Land betrifft, warnt das DFAE, dass besondere Aufmerksamkeit der persönlichen Sicherheit geschenkt werden sollte.

„Die soziale Situation ist sehr angespannt“, stellt der Bericht fest und fügt hinzu, dass die Demonstrationen in gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften münden und zusätzlich zu Straßensperrungen und Verzögerungen führen können.

„Vermeiden Sie Veranstaltungen mit vielen Menschen und große Versammlungen jeglicher Art. Befolgen Sie die Anweisungen der örtlichen Behörden“, betont das DFAE.

Steigende Kriminalität: Überfälle, Drogen und gefährliche Taxis

Der Bericht lässt die Frage der Kriminalität nicht aus, deren Rate deutlich gestiegen ist.

„Die allgemeine Sicherheitslage hat sich verschlechtert. Insbesondere werden zunehmend Taschendiebstähle, Diebstähle und bewaffnete Überfälle gemeldet, und die drogenbezogenen Verbrechen nehmen zu“, warnt das Dokument.

Besonders alarmierend ist die Warnung vor Angriffen auf Busse sowie Diebstählen von Autos und Taxis, die gelegentlich mit der Komplizenschaft der Fahrer selbst begangen werden.

Die Casas Particulares (sehr beliebte alternative Unterkünfte in Kuba) sind nicht risikofrei. Die Schweizer Regierung empfiehlt, zu überprüfen, ob sie ordnungsgemäß registriert sind, was durch das Vorhandensein eines blauen Dreiecks an der Tür signalisiert wird.

Zusammengebrochene Mobilität: nur Dollar und lange Warteschlangen

Der Transport auf der Insel steht ebenfalls vor einer kritischen Situation.

„Die Lieferung von Treibstoff ist nicht garantiert. Treibstoff ist nur in ausgewählten Tankstellen und in geringen Mengen verfügbar; bereiten Sie sich auf lange Wartezeiten vor“, warnt das Dokument. Zudem werden in vielen Tankstellen nur US-Dollar als Zahlungsmittel akzeptiert.

Zu dieser Knappheit kommt die Einschränkung der Dienstleistungen von Zug, Bus und Taxi sowie der schlechte Zustand der Straßen und Fahrzeuge, was ein ernstes Unfallrisiko darstellt, insbesondere in der Nacht.

Kollabiertes Gesundheitssystem und Alarm wegen Arboviren

Die Schweizer Warnung bezieht sich ebenfalls auf den Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Kuba.

„Die medizinische Versorgung ist nicht garantiert“, betont sie.

Die Knappheit an Medikamenten, einschließlich Antibiotika und Anästhetika, zusammen mit dem Mangel an geeigneter Infrastruktur und Transportmöglichkeiten für Patienten, zwingt dazu, eine sofortige Rückkehr nach Schweiz in Erwägung zu ziehen, selbst in Fällen von leichten Erkrankungen oder geringfügigen Verletzungen.

Darüber hinaus wird ausführlich berichtet, dass eine Epidemie von Arboviren aufgetreten ist, darunter Dengue, Chikungunya, Zika und Oropouche, was die Gesundheitslage im Land weiter verschärft.

Für diejenigen, die aus dringenden Gründen nach Kuba reisen müssen, empfiehlt das DFAE, eine ausreichende Menge persönlicher Medikamente mitzunehmen und sich vor der Reise über die internationalen Vorschriften zu kontrollierten Arzneimitteln zu informieren.

Warnungen zur Meinungsfreiheit und zu Haftbedingungen

Die Schweizer Regierung hat ebenfalls gewarnt, dass in Kuba das Fotografieren von uniformierten Personen, militärischen Einrichtungen und öffentlichen Gebäuden verboten ist und dass die Teilnahme von Ausländern an politischen Aktivitäten strafbar ist.

Im Falle einer Festnahme sind die Haftbedingungen prekär.

„Sie können nicht mit denen in der Schweiz verglichen werden; die Wirtschaftskrise hat zu einer Verschlechterung der Gesundheitsversorgung und der Nahrungsbedingungen in den Gefängnissen geführt“, betont der Bericht.

Die zunehmende Anzahl internationaler Warnungen macht das systemische Auseinanderbrechen der kubanischen Gesellschaft offensichtlich, das nicht nur ihre Bürger betrifft, sondern auch ihre wichtigste Einnahmequelle: den Tourismus.

Die nicht empfohlene Reise auf die Insel durch europäische und amerikanische Regierungen wird zweifellos starke Auswirkungen auf einen bereits geschwächten Sektor haben, während die Wahrnehmung Kubas als unsicheres, instabiles Reiseziel ohne minimale Garantien für Reisende verstärkt wird.

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CiberCuba-Redaktionsteam

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