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Die größten kanadischen Fluggesellschaften werden vorübergehend ihre Flüge nach Kuba einstellen, da es an Flugbenzin in den Flughäfen der Insel mangelt, und sie organisieren bereits Sonderflüge, um ihre Touristen abzuholen.
Air Canada, WestJet und Air Transat haben die Einstellung ihrer Flüge in das karibische Land angekündigt, aufgrund der geringen Verfügbarkeit von Treibstoff. Diese Maßnahme erfolgt nach einer Mitteilung an die Luftfahrt (NOTAM), die am Sonntagabend herausgegeben wurde und warnte, dass die Vorräte mindestens bis zum 11. März eingeschränkt bleiben werden.
Air Canada war die erste, die reagierte. Die Fluggesellschaft gab bekannt, dass sie angesichts von Regierungsbekanntmachungen über die “Unzuverlässigkeit der Versorgung mit Flugbenzin” leere Flugzeuge nach Kuba senden wird, um etwa 3.000 kanadische Touristen, die sich auf der Insel befinden, zurückzuführen.
Die Gesellschaft erklärte, dass ab dem 10. Februar der Kraftstoff an den kubanischen Flughäfen nicht mehr kommerziell erhältlich sein wird. Daher werden ihre Flugzeuge zusätzlichen Kraftstoff mitführen und, falls erforderlich, technische Zwischenstopps zum Tanken auf dem Rückweg einlegen, um von den lokalen Lieferungen unabhängig zu bleiben.
Darüber hinaus hat sie alle ihre saisonalen Winterflüge storniert und ihre regulären Routen "bis auf Weiteres" ausgesetzt, mit einer möglichen Wiederaufnahme am 1. Mai, die einer Überprüfung unterliegt.
WestJet hat zunächst erklärt, dass sie ihre Flüge aufrechterhalten würden, änderte später jedoch ihre Entscheidung und kündigte die vollständige Einstellung der Flüge nach Kuba an, einschließlich Verkaufs- und Reiseplänen.
Die Maßnahme betrifft auch Sunwing Vacations, WestJet Vacations und Vacances WestJet Québec. Das Unternehmen gab an, dass ihre Flüge ausreichend Treibstoff transportieren werden, um einen sicheren Abflug zu gewährleisten, und hat flexible Richtlinien für Änderungen ohne Strafgebühren aktiviert.
Air Transat gab am Montagabend bekannt, dass alle Flüge nach Kuba bis zum 30. April storniert werden. Das Unternehmen organisiert reguläre und zusätzliche Rückführungsflüge, um seine Kunden zurückzubringen. Reservierungen mit Abflug bis zu diesem Datum werden automatisch storniert und vollständig erstattet.
Der kanadische Regierung hat am 4. Februar ihre Reisehinweise für Kuba aktualisiert und empfiehlt, „ein hohes Maß an Vorsicht“ aufgrund von Elektrizitäts-, Treibstoff-, Lebensmittel- und Medikamentemangel walten zu lassen. Zudem wurde gewarnt, dass die Verfügbarkeit von Flügen sich kurzfristig ändern könnte.
Die Unterbrechung stellt einen weiteren Schlag für den kubanischen Tourismus dar, der stark vom kanadischen Markt abhängt, seinem wichtigsten Herkunftsland für ausländische Besucher.
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