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Der kürzlich im Ruhestand befindliche kubanisch-amerikanische Journalist Eliott Rodriguez kündigte an, dass er in Erwägung zieht, sich als demokratischer Kandidat für den Kongress im Bezirk 27 von Florida zu bewerben, der derzeit von der Republikanerin María Elvira Salazar vertreten wird.
In einem Interview mit Telemundo 51 über seine politischen Ambitionen machte der Kommunikationsprofi deutlich, dass seine Entscheidung von den Zahlen und seiner Überzeugung abhängt, dass er die Wahl gewinnen kann.
Nach seiner Pensionierung im vergangenen Dezember, nach 25 Jahren vor der Kamera von CBS Miami, erklärte Rodríguez, dass die Möglichkeit, in die Politik einzutreten, aus einem Gespräch mit dem kubanisch-amerikanischen Multimillionär Michael B. Fernández (Mike Fernández) entstanden sei.
Laut seiner Schilderung fragte Fernández ihn, ob er sich einer Kampagne zur Verteidigung der Rechte von Einwanderern anschließen wolle. Er antwortete mit Ja und schlug ihm dann vor, als Kandidat anzutreten. "Zuerst sagte ich absolut nein, aber dann sagte ich: 'OK, lass mich darüber nachdenken'."
Ein wichtiger Wahlbezirk und eine mögliche demokratische Vorwahl
Im Bezirk 27 gibt es bereits zwei demokratische Bewerber, die ihre Absicht angekündigt haben, gegen Salazar anzutreten. Sie sind seit Monaten im Wahlkampf und haben Hunderttausende von Dollar gesammelt. Rodríguez stellte jedoch ihre realistischen Siegchancen in Frage.
„Ich habe sie reden hören. Sie sind beeindruckend, sie sind jung, aber ich frage mich: Können sie gewinnen? Ich glaube nicht, dass sie gewinnen können, und die Demokraten werden wieder ihre Zeit verschwenden und verlieren“, äußerte er.
Wenn er sich entscheidet, seine Kandidatur zu formalisieren, müsste er sich zunächst diesen Mitbewerbern in einer demokratischen Vorwahl stellen. Sollte er die Nominierung erreichen, wird ein hochkarätiger Wettkampf im November erwartet.
Er hingegen hat keine Ängste oder Zweifel. "(Salazar) hat drei Wahlen gewonnen, weil er keinen starken Gegner hatte, eine Person, die diesen Kampf tatsächlich gewinnen kann."
Die Immigration als zentraler Aspekt
Rodríguez betonte, dass seine Hauptmotivation weder öffentlicher Ruhm noch persönliche Ambitionen sind und dass er dies tun möchte, sobald er sich seiner Sieges sicher ist.
Die Situation der Einwanderer war ein Auslöser für seine Entscheidung. "Ich kann schweigen und mich weiterhin schlecht und entsetzt über die Behandlung der Einwanderer fühlen, oder ich kann etwas tun, ich kann diesen Stadtteil verändern", erklärte er.
Der im Ruhestand befindliche Journalist stellte die derzeitige Kongressabgeordnete - ebenfalls eine ehemalige Journalistin - direkt zur Rede, indem er versicherte, dass sie "nicht die Stimme erhebt, nicht ihr Gesicht zeigt, um über die Rechte der Einwanderer zu sprechen".
„Sie sagt, dass sie die Einwanderer verteidigt, aber ich frage mich, was sie getan hat, um diese Gräueltaten zu stoppen“, betonte er.
Rodriguez versprach, dass er, wenn er ins Kongress gewählt wird, mit Konsequenz handeln werde. "Zunächst einmal werde ich ein Kongressabgeordneter sein, wenn ich das tue, ehrlich, der nicht das eine sagt und das andere tut."
Politische Unterstützung und Analyse der Situation
Die mögliche Kandidatur erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Salazar die Unterstützung von Präsident Donald Trump erhalten hat, was Eliott Rodríguez als "interessant" betrachtet.
Sie stellte auch die Haltung von María Elvira zu den Migrationspolitiken der aktuellen Verwaltung infrage. "Sie sagt, dass sie mit Präsident Trump hinsichtlich seines Vorgehens gegenüber den Einwanderern nicht einverstanden ist, aber sie hat nichts unternommen."
Rodriguez versicherte, dass er "den Boden abtastet" und auf die Ergebnisse interner Umfragen wartet, die ihm zufolge darauf hindeuten, dass er Salazar besiegen könnte.
Der Countdown zu den Wahlen im November hat bereits begonnen, und ihr möglicher Einstieg ins Rennen würde das politische Landschaft des 27. Wahlbezirks in einen der am meisten beobachteten Wettkämpfe im Süden Floridas verwandeln.
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