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Wenige Tage vor dem 30. Jahrestag des Abschusses der Flugzeuge von Hermanos al Rescate forderten vier kubanisch-amerikanische Kongressabgeordnete Präsident Donald Trump auf, strafrechtliche Anklagen gegen Raúl Castro aufgrund seiner vermuteten Verantwortung für den Angriff zu unterstützen, bei dem 1996 vier Männer ihr Leben verloren.
In einem Schreiben vom 13. Februar 2026 baten die Abgeordneten Mario Díaz-Balart, María Elvira Salazar, Carlos A. Giménez und Nicole Malliotakis das Justizministerium, die formelle Anklage gegen den ehemaligen Minister der kubanischen Streitkräfte wegen des Abschusses von zwei Zivilflugzeugen in internationalen Gewässern am 24. Februar 1996 zu prüfen. Sie regten auch an, die Ausstellung eines roten Interpol-Hinweises gegen ihn zu bewerten.
An diesem Tag starben Armando Alejandre Jr., Carlos Costa und Mario de la Peña, amerikanische Staatsbürger, zusammen mit Pablo Morales, einem dauerhaften Einwohner der Vereinigten Staaten. Die vier nahmen an humanitären Missionen teil, um kubanische Flüchtlinge zu finden und ihnen zu helfen, die versuchten, der Insel zu entkommen.
Según der Brief hätte Raúl Castro —der zu diesem Zeitpunkt Verteidigungsminister war— innerhalb der Befehlskette gestanden, die den Befehl zur Aktion gegen die unbewaffneten Flugzeuge gab. Die Kongressabgeordneten führen öffentliche Informationen an, einschließlich einer Aufnahme, die von The Miami Herald veröffentlicht wurde, sowie journalistische Berichte aus der damaligen Zeit, als Elemente, die auf seine Verantwortung hindeuten.
„Der 24. Februar wird dreißig Jahre seit dem abscheulichen Abschuss von zwei unbewaffneten Zivilflugzeuge in internationalen Gewässern durch die kubanische Armee markieren“, erinnerte Díaz-Balart in einer öffentlichen Erklärung. „Die Schläger, die unterdrückt, gefoltert und getötet haben, müssen vor Gericht gestellt werden, und die Verantwortlichkeit muss an der Spitze beginnen“, erklärte er.
In dem Schreiben an Trump argumentieren die Abgeordneten, dass seine Verwaltung in einer "einzigartigen" Position sei, um das zu lösen, was sie als seit Jahrzehnten bestehende Ungerechtigkeit bezeichnen. Sie heben hervor, dass bis heute nur eine Person in den Vereinigten Staaten in diesem Fall verurteilt wurde, während die politischen Hauptverantwortlichen nie mit strafrechtlichen Anklagen konfrontiert wurden.
Der Abschuss der Flugzeuge führte zu einer starken internationalen Verurteilung. Die Internationale Zivile Luftfahrtorganisation stellte fest, dass sich die Flugzeuge nicht im kubanischen Luftraum befanden, als sie abgeschossen wurden.
Drei Jahrzehnte später bleibt der Fall für viele Familien des kubanischen Exils eine offene Wunde. Die Bitte der Kongressabgeordneten zielt darauf ab, ein historisches Anliegen neu zu beleben: diejenigen, die die Operation befohlen und durchgeführt haben, sollen rechtliche Konsequenzen tragen, unabhängig vom Vergehen der Zeit.
Mit diesem Schritt rückt die Debatte über die Verantwortlichkeiten in einem der tragischsten Episoden der Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten wieder ins Zentrum der politischen Diskussion in Washington.
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