Kubanischer Botschafter in Frankreich: "Das kubanische Volk ist das, das über seine Regierung entscheiden muss."



Botschafter von Kuba in Frankreich, Otto VaillantFoto © Screenshot/France24

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Der Botschafter Kubas in Frankreich, Otto Vaillant, erklärte, dass „das kubanische Volk über seine Regierung entscheiden muss“, inmitten einer neuen Eskalation der Spannungen zwischen Havanna und Washington nach den Maßnahmen, die von der Regierung des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, angekündigt wurden.

In einem Interview, das dem Kanal France 24 gegeben wurde, verteidigte der Diplomat das Recht der Insel, als „unabhängige und souveräne“ Nation zu existieren, und prangerte das an, was er als eine beispiellose Verschärfung der amerikanischen Politik gegen Kuba bezeichnete.

Vaillant verurteilte insbesondere die am 29. Januar angekündigten Sanktionen, als Trump Kuba erneut als eine „ungewöhnliche und außergewöhnliche“ Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten erklärte. Außerdem warnte er vor möglichen Zöllen gegen Länder, die Öl an die Insel liefern oder verkaufen.

Laut dem Botschafter basiert diese neue Offensive auf „Lügen“ und stellt einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.

„Wie kann man glauben, dass ein kleines Land eine Bedrohung für eine Großmacht sein kann?“, fragte er während des Interviews.

Vaillant erinnerte daran, dass die Versuche Washingtons, Kuba wirtschaftlich zu ersticken, nicht neu sind und seit über sechs Jahrzehnten zurückreichen, mit dem Ziel — so behauptete er — die revolutionäre Regierung zu stürzen.

Dennoch warnte er, dass seit dem Rückkehr von Trump ins Weiße Haus im Januar des vergangenen Jahres der Wirtschaftskrieg gegen die Insel ein "nie dagewesenes" Niveau erreicht hat.

Der Diplomat bestand darauf, dass die Kubaner ihr politisches und soziales System „ohne äußeren Druck“ selbst bestimmen sollten, und beschuldigte die Vereinigten Staaten, ihre Vorgaben durch Isolation und wirtschaftliche Bestrafung aufzuzwingen.

Er wies auch darauf hin, dass die Bedrohungen von Trump über Kuba hinausgehen und eine Herausforderung für die internationale Gemeinschaft darstellen.

„Trump droht der ganzen Welt, und die Welt sollte auf die Missachtung des Völkerrechts reagieren“, betonte er.

Schließlich bekräftigte Vaillant die Bereitschaft der kubanischen Regierung, mit Washington zu sprechen, obwohl er der US-Administration vorwarf, ausschließlich auf der Grundlage von Aufzwängen zu handeln.

In seinen Aussagen bedankte er sich auch für die Solidarität, die in Frankreich dem kubanischen Volk entgegengebracht wurde, das er als friedlich und als Opfer eines ungerechtfertigten Leidens beschrieb.

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