Es scheint nicht wie Kuba! Sie zeigt das Haus, das sie auf der Insel verkauft, und erhielt daraufhin eine Flut von Kritik



Cubana verkauft Haus auf der InselFoto © TikTok / @dra_adriane_verdecia

Ein zum Verkauf stehendes Haus in Mayarí, Holguín, veröffentlicht von der Nutzerin dra_adriane_verdecia auf TikTok, entwickelte sich zu mehr als nur einer einfachen Immobilienanzeige: Es entfachte eine rege Debatte darüber, ob man in Kuba leben sollte – oder nicht.

Im Video wird eine komplett renovierte Wohnung präsentiert: glänzende Porzellanböden, eine moderne Küche mit zentraler Insel, ein Bad mit zeitgemäßen Ausstattungen, Designerlampen und dekorativen Gitterelementen. Laut der Beschreibung verfügt sie über 4 Schlafzimmer, 5 Badezimmer, ein Hydropresssystem, einen Wasserspeicher, einen Wassertank, Sicherheitskameras, 10 Deckenventilatoren und sogar ein separates zusätzliches Haus.

Sin embargo, der Preis wird nicht veröffentlicht, was mehrere Benutzer mit Kommentaren wie „Preis?“ und „Wie bestätigen?“ in Frage stellten. Doch was in der Kommentarspalte wirklich explodierte, war nicht der Wert der Immobilie, sondern ihre Lage und vor allem der Kontext des Landes.

“En Mayarí ni im Augenblick in diesem hässlichen Berg”, schrieb eine Nutzerin. Eine andere ging noch weiter: “Wer will schon etwas in Palästina?”, in ironischer Anspielung auf die kritische Situation, die Kuba durchlebt. Und es fehlten nicht die direkten Kommentare: “In Kuba nicht, danke”.

Mehr als eine Kritik an der Regierung schienen viele Kommentare eine klare Haltung widerzuspiegeln: Für einige macht es heute keinen Sinn, in die Insel zu investieren. Inmitten eines ständigen Diskurses über Veränderungen und angebliche Öffnungen oder zukünftige Freiheiten ließen mehrere Nutzer ihr Skeptizismus durchblicken. Die Idee von „Wohlstand“ im Land wurde in mehr als einem Kommentar in Frage gestellt.

Die Schöpferin verteidigte entschlossen die Zone: „Wo die wohlhabendsten Menschen Kubas leben, und wem das wehtut, der soll leiden“, antwortete sie und machte deutlich, dass nicht alle die pessimistische Sichtweise teilen.

Aber der Austausch ließ etwas Offensichtliches zurück: Die Debatte dreht sich nicht mehr nur um Immobilien. Jedes Mal, wenn jemand eine zum Verkauf stehende Immobilie in Kuba präsentiert, stellt sich unvermeidlich die zugrunde liegende Frage: Lohnt es sich, auf ein Verweilen zu setzen, wenn so viele von einem Weggang träumen?

Das Haus könnte modern, geräumig und bezugsfertig sein. Eines steht fest: In den sozialen Medien war das eigentliche Thema ein anderes: die Zukunft des Landes und das Vertrauen — oder das Fehlen desselben — in das, was kommt.

Archiviert unter:

Izabela Pecherska

Redakteurin bei CiberCuba. Absolventin des Journalismusstudiums an der Universität Rey Juan Carlos in Madrid, Spanien. Redakteurin bei El Mundo und PlayGround.