Die Volksversammlung des municipio Playa in Havanna hat ein "neues Projekt zur Verwaltung von festen Abfällen" angekündigt, das laut Erklärung die kubanische Hauptstadt in eine "sauberere Stadt" verwandeln soll. Dies geschieht durch einen Plan, der Investitionen aus Portugal, eine Umstrukturierung der Müllabfuhr und eine Kontrolle der Bevölkerung kombiniert.
Laut der Mitteilung, die auf geteilt wurde, umfasst die erste Phase des Plans die Inbetriebnahme aller verfügbaren Lastwagen und Container in der Stadt, die Einführung neuer Waschanlagen und die Erhöhung der Anzahl der Container, wobei die Häufigkeit der Sammlung an jedem Punkt bewertet wird.
In dieser Phase werden die Haushaltsabfälle, die Baumschnittabfälle und die Bauabfälle getrennt, für die spezielle Genehmigungen erforderlich sind. Es wird erwartet, dass jeder Einwohner täglich etwa 700 Gramm Abfälle abgibt.
Die Behörden behaupten, dass der Erfolg des Projekts von dem Engagement der Bürger abhängt.
Es werden Maßnahmen wie Geldstrafen, strengere Kontrollen und die Schaffung einer Satzung erwähnt, die die Verpflichtungen der Bevölkerung und der Unternehmen definiert. Außerdem werden die Schulen eine Schlüsselrolle in der Aufklärung über Abfallwirtschaft und in der Stärkung der Gemeinschaftsüberwachung spielen.

In wirtschaftlicher Hinsicht verspricht die Mitteilung eine Lohnerhöhung für die Mitarbeiter der Kommunalen sowie zusätzliche Anreize und betont, dass 50 % der jährlichen Ausgaben des Büros für Treibstoff aufgewendet werden, weshalb Effizienz im Betrieb gefordert wird.
Die zweite Phase des Projekts, die die Behandlung von festen Abfällen umfasst, kann nur durchgeführt werden, wenn die erste Etappe erfolgreich funktioniert.
Schließlich wird betont, dass alle Mittel und Geräte weiterhin im Eigentum des Staates bleiben, einschließlich der neuen, die erworben werden.
Die kubanische Hauptstadt erlebt eine ihrer schlimmsten Krisen im Bereich abhängiger Abfallwirtschaft seit Jahrzehnten.
Die Straßen sind weiterhin mit seit Tagen angesammeltem Müll voll, der einen starken Geruch nach Zersetzung verströmt, während Ratten und Mücken anwesend sind. Viele Bewohner entscheiden sich dazu, den Abfall zu verbrennen, was das gesundheitliche Risiko erhöht.
Die knappe Versorgung mit Treibstoff für die Müllfahrzeuge hat einen Großteil der Flotte außer Betrieb gesetzt, und die Bevölkerung ist hilflos zurückgelassen worden, während sie tagelang oder wochenlang mit Müllbergen auf den öffentlichen Straßen leben muss.
Ante der Verzweiflung haben einige sich entschieden, Müll zu verbrennen und sich damit schweren Gesundheitsrisiken wie Rauchinhalation und der Ausbreitung von Atemwegserkrankungen auszusetzen.
Der optimistische Ton der Versammlung der Volksmacht steht im Kontrast zur harten Realität. Das Projekt wird als eine neuartige Lösung präsentiert, doch die Müllkrise in Havanna ist ein chronisches Problem, das sich über Jahrzehnte hinwegzieht.
Seit Jahren werden "Lösungen" und "Alternativen" erfolglos angewendet, und die Ansammlung von Abfällen beeinträchtigt weiterhin die Gesundheit, die Lebensqualität und das Stadtbild.
Spezialisten warnen, dass die Kombination aus Ressourcenmangel, Abnutzung von Geräten, Containerknappheit und Personalmangel ein nachhaltiges Abfallmanagement unmöglich gemacht hat, und dass sich die Situation mit jeder Unterbrechung der Ölversorgung verschlechtert.
Für die Bevölkerung waren die offiziellen Versprechen nicht in der Lage, jahrzehntelange staatliche Vernachlässigung zu beheben, und der Müll ist derzeit eines der sichtbarsten Symbole für die Ineffizienz der kubanischen Regierung.
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