„Es schnürt mir das Herz zu”: Kubanische Influencerin, die in Spanien lebt, berichtet über den Schmerz, zurückzukehren in ein Havanna, das „in den Ruinen liegt“

Anita Mateu beklagt den "ruinösen" Zustand von HavannaFoto © TikTok / @anita.mateu

Die Influencerin aus Kuba Anita Mateu, die in Spanien lebt, hat erneut eine intensive Debatte in den sozialen Medien ausgelöst, nachdem sie ein Video darüber geteilt hat, wie sie Havanna bei ihrem neuesten Besuch auf der Insel vorfand.

„So fand ich Havanna 2026 bei meiner Rückkehr nach Kuba“, beginnt sie im Audiovisual (@anita.mateu), aufgenommen während sie durch Straßen mit sichtbar verfallenen Gebäuden schlendert. In ihrem Zeugnis beschreibt die Content Creatorin die emotionale Auswirkung, die es auf sie hat, in das Land zurückzukehren, in dem ihre Familie lebt.

„Ich lebe in Spanien und die Rückkehr nach Kuba ist ein unglaublicher Schock. Jedes Mal, wenn ich zurückkomme, zieht es mir das Herz zusammen, denn ich sehe alles mehr zerstört, alles gedämpfter, alles einsamer, alles teurer“, erklärt sie. Sie stellt auch fest, dass sie eine von Sorge geprägte Atmosphäre wahrnimmt: „Die Menschen haben nicht einmal ein Lächeln im Gesicht. Dieses Klischee, dass die Kubaner fröhlich sind, habe ich nicht gesehen, nur Sorgen, nur Stress, die Menschen sind dünner geworden.“

Mateu erklärt, dass er zwar mit Freude zurückkehrt, um seine Familie wiederzutreffen, die Realität, die er sieht, ihm jedoch Traurigkeit bereitet. „Ich komme immer froh zurück, weil ich meine Familie sehe, ich kann sie umarmen, ich kann sie wiedersehen, aber ich denke nur daran, wenn ich das sehe, dass ich sie hier rausholen möchte, denn es ist wie ein Land, das in den Ruin stürzt.“

Über ihren Besuch in der Hauptstadt fügt sie hinzu: „Ich war am letzten Tag in Havanna, bevor ich nach Spanien zurückgegangen bin, und Havanna hat mich geschockt, es war alles zu zerstört.“ Sie stellt klar, dass das touristische Bild nicht widerspiegelt, was ihrer Meinung nach die Mehrheit erlebt: „Ja, du kannst in touristische Orte gehen und solche Szenarien finden, aber das ist nicht die Realität Kubas, das ist die Realität Kubas: Müll überall.“

In einem der direktesten Abschnitte des Videos sagt sie: „Kuba ist eine Diktatur und der Regierung sind ihre Menschen egal. Ich frage mich, ob wir Kubanerinnen und Kubaner eines Tages einen echten Wandel erleben werden.“

Das Audio-Video übertraf schnell tausende Interaktionen und sammelte Hunderte von Kommentaren, die eine starke Polarisierung widerspiegeln. Viele Nutzer unterstützten seine Botschaft mit Sätzen wie „Das ist Kommunismus“, „Sozialismus ist Elend“ oder „Kuba wird frei sein“.

Es gab auch Vergleiche zur politischen Situation in Spanien und Venezuela, sowie Aufrufe zu einem Wandel auf der Insel und Ausdrucksformen der Solidarität mit dem kubanischen Volk.

Der Reise von Anita Mateu hatte bereits Wochen im Voraus für Gesprächsstoff gesorgt, als sie von Schwierigkeiten bei ihrer Ankunft am Flughafen Havanna berichtete, einschließlich des Diebstahls einer Digitalkamera aus ihrem Handgepäck, das letztendlich aufgegeben wurde. Zu diesem Zeitpunkt wies sie auch auf praktische Probleme hin, wie die Notwendigkeit, Bargeld mitzunehmen, die Einschränkungen im Transportwesen und die Unregelmäßigkeit der Internetverbindung.

Mit diesem neuen Zeugnis flammt die Debatte über die wirtschaftliche und soziale Realität des Landes, die Verantwortung der kubanischen Regierung und die Auswirkungen der US-Sanktionen erneut auf, in einem Kontext, in dem jeder Bericht über Kubaner, die aus dem Ausland auf die Insel zurückkehren, oft zum Thema öffentlicher Diskussion wird.

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