Manny Morales bietet sich an, die Polizei von Havanna in einem freien Kuba zu leiten: Er hat erklärt, wie er es tun würde



Manuel Manny Morales (Referenzbild)Foto © YouTube/Screenshot-Local 10

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Der Leiter der Polizeiabteilung von Miami, Manuel “Manny” Morales, versicherte, dass er bereit wäre, eine tiefgreifende Transformation der Sicherheitskräfte in Kuba zu führen, falls es zu einem politischen Übergang auf der Insel kommen sollte, und er brachte sogar seine Kandidatur für die Leitung der Polizeibehörde in Havanna in diesem Szenario ein.

„Mein größter Wunsch ist es, Teil des Übergangsteams zu werden und die tiefgreifende Reform der kubanischen Polizei zu leiten; meine Bereitschaft, die Führung in Havanna oder auf nationaler Ebene zu übernehmen, ist absolut“, erklärte der Polizeichef in Aussagen gegenüber Diario Las Américas.

Morales erklärte, dass sein Vorschlag aus der Notwendigkeit resultiert, das aktuelle System der politischen Kontrolle und Repression durch ein Modell der zivilen Überwachung zu ersetzen, das auf dem Respekt der Menschenrechte basiert und von der institutionellen Struktur der Polizei von Miami inspiriert ist.

Según erklärte, sein Ziel wäre es, eine institutionelle Transformation voranzutreiben, die es ermöglicht, das Vertrauen der Bürger in die Behörden wiederherzustellen und die politische Rolle abzubauen, die die Sicherheitsorgane derzeit auf der Insel spielen.

„Ich besitze das Wissen und den Willen, um den aktuellen Arm des Autoritarismus in eine demokratische Polizeiinstitution zu transformieren, die dem Volk dient und nicht einer Ideologie“, betonte Morales.

Vorschlag zur Entmilitarisierung der öffentlichen Sicherheit

Morales vertritt die Ansicht, dass eine der Schlüssel zu dieser möglichen Reform die Demilitarisierung der öffentlichen Ordnung wäre, um eine professionelle und dezentralisierte Polizei zu etablieren.

Der Polizeichef versicherte, dass sein Vorschlag darauf basiert, ähnliche Standards anzuwenden wie die, die in Miami gelten, wo - so seine Aussage - die Beziehung zwischen der Polizei und der Gemeinschaft auf bürgerschaftlicher Zusammenarbeit und institutioneller Rechenschaftspflicht beruht.

„Es ist an der Zeit, den Erfolg und den Wohlstand, den die Kubaner in dieser großartigen Nation erreicht haben, in unserer Heimat nachzuahmen; das, was diese Gruppe von Einwanderern in den Vereinigten Staaten erreicht hat, ist beispiellos, und nun müssen wir diese Exzellenz zurück auf die Insel bringen“, betonte er.

Según erklärte, seine Vorschlag zielt darauf ab, dass ein möglicher Übergang sich nicht nur auf politische Veränderungen beschränkt, sondern eine institutionelle Transformation umfasst, die Machtvakuums vermeidet und die Sicherheit der Bevölkerung während der Wiederherstellung eines demokratischen Systems gewährleistet.

Para seine Fähigkeit zu verteidigen, einen Übergang dieser Art zu leiten, erinnerte sich Morales an seine Erfahrung als Militärpolizist der United States Army während der Operation Causa Justa in Panama im Jahr 1989, als er an der Ausbildung der neuen panamaischen Nationalpolizei nach dem Sturz des Diktators Manuel Noriega beteiligt war.

Dieser Hintergrund, so behauptete er, würde es ihm ermöglichen, zur Neugestaltung der kubanischen Sicherheitskräfte in einem politischen Veränderungsszenario beizutragen.

Rücktritt der Polizei von Miami angekündigt

Die Aussagen des Polizeichefs kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt in seiner Karriere. Morales hat kürzlich angekündigt, dass er im Oktober 2026 aus dem Polizeidepartement von Miami ausscheiden wird, nach mehr als drei Jahrzehnten Dienst.

Der Beamte leitet die Institution seit 2021, als er die Position nach der Absetzung von Art Acevedo übernahm.

Während seiner Amtszeit haben verschiedene Sektoren seine Rolle bei der Stabilisierung der Polizeikräfte und der Stärkung der Beziehung zur Gemeinschaft anerkannt.

Unter seiner Führung wurden auch Fortschritte bei der Verringerung der Kriminalität in der Stadt verzeichnet, was dazu beitrug, sein Profil als einflussreiche Figur innerhalb der institutionellen Struktur von Miami zu festigen.

Dennoch war sein Werdegang auch von politischer Kontroversen begleitet.

Der kommunale Kommissar Ralph Rosado hat ihn beschuldigt, sein Amt zu nutzen, um sein öffentliches Image mit Blick auf eine mögliche Kandidatur für die Position des Kommissars des Distrikts 4 bei den Wahlen 2027 zu fördern, eine Möglichkeit, die Morales nicht bestätigt hat.

Der Polizeichef hat seinerseits betont, dass er während seiner Amtszeit keine politische Kampagne führt.

Sein Austritt aus dem Polizeidepartement wird einen institutionellen Übergangsprozess einleiten. Der Stadtverwalter, James Reyes, kündigte an, dass die Suche nach seinem Nachfolger im Juli 2026 beginnen wird und dass die endgültige Auswahl von der Stadtkommission von Miami genehmigt werden muss.

Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung bei den Strafverfolgungsbehörden wird Morales als eine erfahrene Führungspersönlichkeit innerhalb des amerikanischen Polizeisystems angesehen, eine Karriere, die er nun als Teil seines Vorschlags für eine mögliche Reorganisation der Sicherheitsinstitutionen in einem postkastrostischen Kuba einbringt.

Internationale Druck und Unterstützung des Exils

Die Initiative von Morales findet in einem Umfeld maximalen diplomatischen und wirtschaftlichen Drucks der US-Administration statt, angeführt von Präsident Donald Trump und dem Außenminister Marco Rubio, die – so verschiedene offizielle Erklärungen – darauf abzielen, einen politischen Wandel in Kuba voranzutreiben.

Der Vorschlag des Polizeichefs reiht sich auch in eine Reihe von Initiativen ein, die aus dem Kreis des kubanischen Exils gefördert werden.

Unter ihnen befindet sich das sogenannte „Abkommen zur Befreiung“, das diese Woche von Exilorganisationen unterzeichnet wurde; ebenso wie die Resolution 11-A7 der Kommission von Miami-Dade, die fordert, dass die kubanoamerikanische Gemeinschaft an den Entscheidungen Washingtons teilhat, die die Zukunft Kubas betreffen.

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