Die kubanische Gemeinschaft äußert sich in Kentucky, um die Krise zu verurteilen und freie Wahlen in Kuba zu fordern

Protest von Kubanern in Kentucky.Foto © Captura de Video/Facebook/Henry Ponce Sanchez

Zehntausende Kubaner und Sympathisanten versammelten sich an diesem Sonntag entlang der Dixie Highway in Louisville, Kentucky, um die Krise auf Kuba zu dénonciere und einen politischen Wandel auf der Insel zu fordern.

Die Protestaktion, die vom lokalen Fernsehsender WLKY berichtet wurde, versammelte Mitglieder der kubanischen Gemeinschaft, die sich gegen das kommunistische System aussprachen und freie Wahlen, mehr Möglichkeiten und Respekt für die Rechte der Bürger forderten.

Während der Demonstration beschrieben mehrere Teilnehmer den Verfall der Lebensbedingungen in Kuba, gekennzeichnet durch langanhaltende Stromausfälle, Nahrungsmittelknappheit und Mangel an grundlegenden Dienstleistungen.

„Die Menschen sterben. Sie haben Hunger. Es gibt kein Leben. Es gibt kein Wasser. Es gibt keine grundlegenden menschlichen Bedürfnisse“, erklärte Henry, ein kubanischer Immigrant, der an der Protestveranstaltung teilnahm. „Wir wollen Freiheit für Kuba. Wir wollen keine Art von Verhandlung. Was wir wollen, ist Freiheit. Kein kommunistisches System mehr in Kuba. Deshalb sind wir heute hier.“

Für viele der Anwesenden hat die Forderung auch eine zutiefst persönliche Dimension. Henry berichtete, dass er 2013 in die Vereinigten Staaten emigrierte, nachdem er wegen seines politischen Aktivismus auf der Insel inhaftiert war.

„Ich wurde eingesperrt, weil ich Mitglied der Bürgerrechtsbewegung war“, berichtete er. „Ich war drei Jahre lang im Gefängnis. Ich habe 45 Tage lang einen Hungerstreik gemacht… bis die Vereinigten Staaten mir bei den Formalitäten geholfen haben, um in dieses schöne Land zu kommen.“

Die Mobilisierung erfolgt in einem besonders kritischen Moment für Kuba, wo tägliche Stromausfälle und ein Mangel an Treibstoff die wirtschaftliche und soziale Krise verschärft haben. Die Demonstranten wiesen darauf hin, dass der Mangel an Öl zu Unterbrechungen bei wichtigen Dienstleistungen geführt hat, von Krankenhäusern bis zur Müllabfuhr, während sich in den Vierteln Berge von Abfällen anhäufen.

Die Organisatoren der Protestaktion versicherten, dass die Mobilisierung darauf abzielt, die internationale Aufmerksamkeit auf die Situation der Insel zu lenken und Druck für politische Veränderungen auszuüben.

Für diejenigen, die auf die Straßen von Louisville gegangen sind, ist die Botschaft klar: Sie möchten nicht, dass das Leiden ihrer Angehörigen in Kuba unbeachtet bleibt. Ihre Hoffnung ist, dass diese öffentlichen Unterstützungsbekundungen von außen dazu beitragen, einen Wandel zu beschleunigen, den, so sagen sie, die Kubaner innerhalb der Insel dringend benötigen.

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