Studenten, die auf der Treppe der UH stehen, treffen sich mit den Universitätsbehörden

Studierende sitzen auf der Treppe der UH.Foto © Facebook/Mario Vallejo

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Die Studierendenproteste, die am Montag an der Treppe der Universität Havanna begonnen hatten, nahmen wenige Stunden später eine Wendung, als die Demonstrierenden beschlossen, die Institution zu betreten, um sich mit Universitätsvertretern zu treffen.

Der Korrespondent von CNN in Kuba, Patrick Oppmann, berichtete in dem sozialen Netzwerk X, dass die Studenten in den Innenbereich des Zentrums gingen, um mit Beamten und Administratoren zu sprechen.

„Aktualisierung: Die Studenten sind an die Universität gegangen, um sich mit Beamten und Administratoren zu treffen. Die Studenten berichten, dass die Stromausfälle, die Transportkrise und die steigenden Kosten für Internet das Studieren nahezu unmöglich gemacht haben“, schrieb der Journalist.

Die Protestaktion begann mit einem friedlichen Sit-in an der historischen Treppe des kubanischen Campus, an dem etwa zwanzig Studenten teilnahmen, die die Schwierigkeiten anprangerten, ihre Studien inmitten der tiefen Energiekrise, die das Land erlebt, fortzusetzen.

Die Studierenden hinterfragen insbesondere die Entscheidung, in mehreren kubanischen Universitäten Präsenz- oder Fernunterricht beizubehalten, trotz der ständigen Stromausfälle und der Probleme mit der Konnektivität, die einen großen Teil des nationalen Territoriums betreffen.

Laut Aussagen des Aktivisten Magdiel Jorge Castro halten viele Schüler es für unzumutbar, unter diesen Bedingungen weiter zu lernen, da der Mangel an Strom und die Einschränkungen beim Internetzugang eine stabile Teilnahme an den virtuellen akademischen Aktivitäten verhindern.

Zu diesen Schwierigkeiten kommen die Verschlechterung des öffentlichen Verkehrs und die hohen Kosten für mobile Daten, Faktoren, die laut den Studierenden die Situation verschärfen und den Unterrichtsprozess zu einer nahezu unmöglichen Herausforderung machen.

Die Unzufriedenheit scheint sich nicht nur auf die Universität von Havanna zu beschränken. Laut den auf sozialen Netzwerken verbreiteten Berichten gibt es auch Unmut unter Studierenden anderer Institutionen, wie der CUJAE und der Universität für Informatikwissenschaften (UCI).

In den ersten Stunden der Proteste berichtete die unabhängige Journalistin Camila Acosta, dass die Studenten, die auf der Treppe verblieben, von Sicherheitsbeamten umzingelt waren.

Inmitten der Spannungen hätte die Leitung der Universität Havanna einen Vorstand einberufen, um die durch das wachsende Unbehagen der Studierenden entstandene Situation zu analysieren.

Die Sitzung mit den Universitätsbehörden könnte das nächste Kapitel eines Protests einläuten, der den direkten Einfluss der Energie- und Technologiekrise des Landes auf das Alltagsleben der jungen Kubaner widerspiegelt.

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