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Die kubanische Intellektuelle Alina Bárbara López Hernández reagierte auf die jüngste studentische Sit-in auf der Treppe der Universität von Havanna mit einer kritischen Botschaft an das Regime, in der sie warnte, dass die Macht oft die Lehren der Geschichte ignoriert.
“Die Macht versteht die Lehren der Geschichte nicht, aber diese, wie eine geduldige Lehrerin, sorgt dafür, dass sie nicht vergessen, was wir waren und was wir wieder sind”, schrieb die Akademikerin in einem Beitrag in Sozialen Medien, während sie sich auf die Proteste der Studenten am Montag an der Universität von Havanna bezog.
López Hernández verband das Handeln der Universitätsstudenten mit anderen Momenten der studentischen Mobilisierung, wie der Bewegung des Studierendenverzeichnisses vom 13. März gegen die Diktatur von Fulgencio Batista, dem französischen Mai 1968 und den Protesten von Studenten in Kuba gegen die im vergangenen Jahr erfolgte Erhöhung der Internetgebühren.
In ihrer Reflexion verteidigte die Intellektuelle die historische Bedeutung der Teilnahme von jungen Universitätsstudenten an sozialen Veränderungsprozessen und erinnerte daran, dass die kubanischen Universitäten traditionell Räume für politische Debatten und Mobilisierung waren.
Er wies auch darauf hin, dass der jüngste Studentenprotest in einem Kontext stattfindet, der von einer tiefen wirtschaftlichen und sozialen Krise im Land geprägt ist, zusammen mit wachsendem Unmut in der Bevölkerung.
In seinem Text erinnerte López Hernández auch daran, dass die Studentenproteste entscheidende Momente in der politischen Geschichte sowohl in Kuba als auch in anderen Ländern geprägt haben.
In diesem Zusammenhang erwähnte er den sogenannten französischen Mai von 1968 und die historische Rolle der kubanischen Studentenbewegung in verschiedenen Phasen des 20. Jahrhunderts.
Die Akademikerin betonte, dass die kürzliche universitäre Mobilisierung in einem besonders komplexen Kontext für das Land stattfindet, der durch eine immer tiefere Wirtschafts Krise und einen fortwährenden Rückgang der Lebensbedingungen der Bevölkerung gekennzeichnet ist.
In seiner Analyse stellte er fest, dass die Behörden versucht haben, die Unzufriedenheit durch Druck, Überwachung und politische Kontrollmechanismen innerhalb der Universitäten einzudämmen, Institutionen, die seit Jahrzehnten als Schlüsselräume für die ideologische Ausbildung im Land gelten.
Dennoch betonte er, dass die historischen Prozesse zeigen, dass keine Machtstruktur dauerhaft ist und dass sich Gesellschaften verändern, wenn die Bürger eine aktive Rolle bei der Verteidigung ihrer Rechte und der Transformation ihrer politischen und sozialen Realität übernehmen.
Laut seiner Analyse ist kein politisches System dauerhaft, und die historischen Prozesse zeigen, dass sich Gesellschaften wandeln können, wenn die Menschen aktiv am politischen und zivilen Leben teilnehmen.
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