Ein am Samstag in den sozialen Medien verbreitetes Video zeigt den offiziellen Sprecher Michel Torres Corona, der sich verbal mit einem Bürger konfrontiert, der ihn auf einer Straße in Havanna ansprach und ihn als „schamlosen Kommunisten“ bezeichnete.
Die Bilder, deren Verbreitung sich auf digitalen Plattformen vervielfacht hat, fangen einen Moment der Anspannung zwischen dem Moderator der umstrittenen Fernsehsendung Con Filo und einem Mann ein, der ihn direkt konfrontiert.
In dem kurzen Austausch nennt der Bürger ihn „frechen Kommunisten“, worauf Torres antwortet: „Ja, Kommunist, frech seid ihr.“
Dann fügt der Mann hinzu: „Ihr habt weniger Schneide als ein Löffel, asere“, woraufhin der Sprecher des Regimes einen bedrohlichen Ton annimmt und anscheinend versucht, auf die Person loszugehen, um sie angeblich zu schlagen.
Der Gesprächspartner erwidert und warnt ihn, vorsichtig zu sein, und behauptet: „Ich kann zuschlagen“, in Bezug auf einen möglichen körperlichen Konflikt, während sie beide in engem Abstand stehen, woraufhin Torres sich zurückzieht.
Das Video hat sich weitläufig in den sozialen Medien verbreitet und zeigt Torres, wie er mit seinem Gesprächspartner spricht, ohne seine Identität zu verbergen, in einem Moment, der das zunehmende Maß an Konfrontation zwischen den Propagandisten des Regimes und kritischen Bürgern widerspiegelt.
Der Episoden spielt sich inmitten neuer Kontroversen um Con Filo, eine Sendung des Staatsfernsehens, die häufig genutzt wird, um Gegner, unabhängige Journalisten und Aktivisten anzugreifen.
Die Konfrontation findet auch in einem Kontext des zunehmenden Verschleißes der offiziellen Rhetorik statt.
Torres hat in jüngster Zeit selbst anerkannt, dass die kubanische Revolution „in den Stagnation“ geraten ist, obwohl er eine öffentliche Linie zur Verteidigung des Regimes und zum Angriff auf unabhängige Medien beibehält.
Mientras das Land mit prolongierten Stromausfällen, Knappheit und einer massiven Migration konfrontiert ist, haben unzählige Kubaner darum gebeten, die Sendung Con Filo abzusetzen, die weiterhin als zentraler Bestandteil der staatlichen Propagandamaschinerie fungiert, wo systematisch kritische Stimmen diskreditiert werden und jede Infragestellung als Teil einer angeblichen Agenda ausländischer Einmischung dargestellt wird.
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