Ein Kubaner mit Vorstrafen wurde verhaftet und könnte seine Aufenthaltsgenehmigung in den USA verlieren.


Ein Kubaner mit Vorstrafen wurde vom Einwanderungs- und Zollkontrolldienst (ICE) in Atlanta festgenommen und steht kurz davor, seinen Status als permanenter Bewohner in den USA zu verlieren.

César Augusto Mena-López „wurde zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wegen Inzests mit einer 16-jährigen Verwandten, nachdem er zuvor wegen Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen worden war“, meldete ICE auf X.

Der Migrant “wird in Gewahrsam bleiben, während er auf den Ausweisungsprozess und den möglichen Verlust seines Status als rechtmäßiger Daueraufenthaltsberechtigter wartet.”

Am 6. März haben ICE-Agenten in Boston den ebenfalls kubanischen Staatsbürger José Adalberto Miranda Espino festgenommen, der seit 2001 mit einem endgültigen Abschiebungsbescheid und Vorstrafen wegen schwerer Verbrechen belastet war.

Laut Informationen des ICE-Büros in Boston wurde Miranda Espino von den Migrationsbehörden festgenommen, nachdem bestätigt wurde, dass er sich illegal im Land aufhielt. Der Mann hat Vorstrafen wegen Mordes zweiten Grades und Besitz von Einbruchswerkzeug.

Diese Festnahmen erfolgen im Zuge der Verschärfung der von der Bundesregierung vorangetriebenen Migrationspolitik, die die Einsätze gegen Einwanderer mit kriminellen Vorstrafen verstärkt hat.

Dennoch hat das Thema in den letzten Wochen auch Kontroversen ausgelöst. Das Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) hat kürzlich anerkannt, dass die Webseite, die dazu erstellt wurde, die sogenannten „Schlimmsten der Schlimmsten“ der festgenommenen Einwanderer darzustellen, Fehler bei der Beschreibung einiger Vergehen enthielt.

Eine Untersuchung von CNN hat ergeben, dass tausende von Menschen mit schweren Verbrechen in Verbindung gebracht wurden, obwohl sie tatsächlich mit geringfügigen Verstößen, wie Verkehrsbußen oder dem Besitz von Marihuana, konfrontiert waren.

Das DHS führte die Unstimmigkeiten auf einen „technischen Fehler“ zurück, der etwa fünf Prozent der Einträge betraf, und versicherte, dass das Problem bereits behoben wurde. In der Liste erscheinen kubanische Staatsbürger, die in Bundesstaaten wie Florida, Texas und Minnesota festgenommen wurden, unter anderem.

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