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Der Unternehmer Elon Musk bestätigte, dass der Satelliten-Internetdienst Starlink in Kuba funktioniert, stellte jedoch klar, dass er im Land nicht offiziell vermarktet werden kann.
„Funktioniert in Kuba, kann nur dort nicht verkauft werden“ („Funciona en Cuba, solo que no puede venderse allí“), schrieb Musk in dem sozialen Netzwerk X, als er auf einen Nutzer antwortete, der nach der Verfügbarkeit des Dienstes fragte.
Die Botschaft des Gründers von SpaceX deutet darauf hin, dass das Signal von Starlink kubanisches Gebiet erreicht, jedoch existen Einschränkungen, die einen Verkauf oder eine offizielle Verbreitung im Land verhindern.
Starlink ist ein Hochgeschwindigkeits-Internetsystem, das durch Tausende von Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn funktioniert und eine Verbindung selbst an Orten ermöglicht, an denen keine traditionelle Telekommunikationsinfrastruktur vorhanden ist. Für viele Kubaner, insbesondere auf der Insel, stellt es einen möglichen Weg dar, um auf das Internet zuzugreifen, ohne von dem staatlichen Netzwerk, das von ETECSA kontrolliert wird, abhängig zu sein, das aufgrund seiner Langsamkeit, hohen Preise und Zensur weitgehend kritisiert wird.
Im April 2025 warnte die kubanische Regierung, dass die Nutzung von Starlink ohne staatliche Genehmigung illegal ist und bestraft werden kann. In einer von der Technischen Einheit zur Kontrolle des Funkfrequenzspektrums (UPTCER), einem Organ, das dem Ministerium für Kommunikation unterstellt ist, veröffentlichten Mitteilung wiesen die Behörden darauf hin, dass der Dienst sowohl gegen die nationale Gesetzgebung als auch gegen internationale Normen verstößt, indem er ohne Lizenz und offizielle Koordination betrieben wird.
Laut diesem Organismus muss jedes Satellitensystem die Genehmigung des Staates haben, um das funkeradioelektrische Spektrum des Landes zu nutzen. Da es diese Genehmigung nicht gibt, wird die Nutzung von Starlink-Terminals auf der Insel als illegal angesehen.
Die Behörden erinnerten auch daran, dass die Resolution 272/2015 des Ministeriums für Kommunikation den Import und die Nutzung von Telekommunikationsgeräten ohne staatliche Genehmigung verbietet, wozu auch die Antennen von Starlink gehören. Zu den möglichen Konsequenzen für diejenigen, die diese Geräte verwenden, zählen Geldstrafen, die Beschlagnahmung von Geräten und sogar technische Störungen auf den Frequenzen.
Im Mai desselben Jahres und behaupteten, es würde Teil einer Strategie zur Destabilisierung des Landes sein.
Trotz dieser Einschränkungen haben unabhängige Berichte und Ankündigungen auf Plattformen wie Revolico gezeigt, dass einige Starlink-Geräte bereits auf dem informellen kubanischen Markt zirkulieren, wo sie Preise zwischen 1.300 und 1.800 Dollar sowie Installationskosten erreichen können.
Für viele Kubaner hat das Interesse an dieser Technologie jedoch keinen politischen, sondern einen praktischen Hintergrund: sich mit der Welt zu verbinden, ohne vom staatlichen Monopol für Telekommunikation abhängig zu sein.
Die kurze Erklärung von Musk macht nicht klar, ob es Pläne gibt, den Dienst in Zukunft offiziell auf der Insel zu aktivieren, bestätigt jedoch etwas, das seit Monaten unter Nutzern und in Technologierunden kursiert: Das Signal von Starlink kann Kuba erreichen, obwohl der Verkauf weiterhin verboten ist.
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