Eine direkte Aussage, ohne Nuancen und während eines vollen Kongresses der Vereinigten Staaten, stellte Kuba erneut ins Zentrum der Sicherheitsnarrative Washingtons.
Während einer Anhörung vor dem Repräsentantenhaus mit dem Titel “Military Officials Testify on Western Hemisphere & Budget” stellte der Kongressabgeordnete John McGuire eine entscheidende Frage: Welche Bedrohung stellt Kuba heute für die Vereinigten Staaten dar? Die Antwort des kommissarischen stellvertretenden Verteidigungsministers, Joseph Humire, war eindeutig.
„Kuba war historisch gesehen einer der stärksten geheimdienstlichen Gegner, die wir in den Vereinigten Staaten hatten“, erklärte der Beamte gegenüber den Gesetzgebern.
Humire beschränkte sich nicht auf eine allgemeine Bewertung. Er stellte fest, dass Havanna es geschafft hat, nicht nur in US-amerikanische Institutionen einzudringen, sondern auch in die Regierungen von Partnerländern in Lateinamerika und der Karibik, was seiner Meinung nach den Umfang ihrer Geheimdienstfähigkeiten unter Beweis stellt.
Die sensibelste Äußerung bezog sich auf Venezuela. Der Beamte erklärte, dass während der sogenannten Operation Absolute Resolve „hauptsächlich kubanische Militärs Nicolás Maduro innerhalb von Fuerte Tiuna in Caracas verteidigten“, was die Vorstellung einer direkten Einflussnahme Kubas auf die Machtstrukturen der Region verstärkt.
Die Aussagen erfolgen in einem Kontext, in dem Washington seine Haltung gegenüber der Insel verschärft hat, indem es die bilateralen Beziehungen in einen Rahmen von nationaler Sicherheit und strategischer Konfrontation einordnet. Experten weisen darauf hin, dass der US-Kongress in den letzten Jahren eine Erzählung konsolidiert hat, die Kuba als einen relevanten Akteur in Bezug auf Intelligenz und geopolitische Fragen im hemisphärischen Raum darstellt.
Die Intervention von Humire, der eine Schlüsselposition im Pentagon mit Fokus auf die westliche Hemisphäre einnimmt, verstärkt nicht nur diese Sichtweise, sondern antizipiert auch den Ton zukünftiger legislativer Diskussionen, insbesondere in Bezug auf den Verteidigungshaushalt und die Politiken gegenüber Lateinamerika.
Zum Abschluss der Anhörung betonte der Kongressabgeordnete McGuire die Unterstützung des Kongresses für die Militärbehörden und ließ die Möglichkeit neuer Maßnahmen offen: Er forderte konkrete Empfehlungen, um „die Heimat und die Bürger der Vereinigten Staaten sowohl im Inland als auch im Ausland zu schützen“.
Für viele Kubaner, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Insel, bleiben diese Aussagen nicht unbemerkt. Sie bringen Kuba erneut ins Spiel der Spannungen zwischen Washington und der Region, mit Auswirkungen, die historisch gesehen direkt das tägliche Leben von Millionen von Familien beeinflusst haben.
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