Krise in Kuba: Die Auszahlung der Rente ist ein Martyrium für die Senioren

Warteschlange von älteren Menschen an einer Bank in KubaFoto © Soziale Medien

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Kuba ist ein Land, das von Stromausfällen, Mangel und Prekarität geprägt ist, wo der Empfang der Rente für Millionen von älteren Menschen zu einem wahren Martyrium geworden ist.

Die Szene wiederholt sich jeden Monat, mit langen Schlangen seit den frühen Morgenstunden, Senioren, die stundenlang stehen, und einer ständigen Ungewissheit, ob sie ihre Rente erhalten werden. Währenddessen hebt die offizielle Rhetorik den „Dienstwillen“ und die „Resilienz“ des Bankensystems hervor.

Der Banco Metropolitano (BANMET) hat kürzlich versichert, dass es trotz der Abkopplung vom Nationalen Elektroenergiesystem es geschafft hat, etwa 50 % seiner Filialen in Havanna in Betrieb zu halten, indem man manuelle Zahlungen implementierte und sich auf photovoltaische Systeme stützte.

Dennoch sind diese Maßnahmen für die Rentner bei weitem nicht ausreichend. Der Mangel an Elektrizität, die Instabilität der Systeme und der Mangel an Bargeld machen jeden Rentenabholungstag zu einer physischen und emotionalen Belastung.

„Ohne Elektrizität ist es unmöglich“, fasste ein Nutzer in den sozialen Medien zusammen. Andere beschreiben noch dramatischere Situationen: ältere Menschen, die seit drei Uhr morgens anrufen, Personen, die den ganzen Tag in einer Schlange verbringen, ohne ihr Geld abheben zu können, und Episoden von Ohnmachten aufgrund von Erschöpfung und Nahrungsmangel.

Inclusiv in Gebieten mit Stromversorgung verbessert sich der Prozess nicht erheblich. „Es ist ein Martyrium, das Geld zu bekommen“, merkte ein weiterer Kommentar an, der eine weit verbreitete Erfahrung in mehreren Provinzen des Landes widerspiegelt.

Eine wiederkehrende Beschwerde ist, dass die Rentner nur an einigen wenigen Tagen im Monat Geld abheben können, während der Rest der Bevölkerung jederzeit Zugriff auf Bargeld hat. Dies übt zusätzlichen Druck auf ein bereits kollabiertes System aus.

Das Drama endet nicht mit dem Erhalt des Geldes. Die Renten in Kuba sind unzureichend, um die Grundbedürfnisse zu decken. Der Betrag einer Rente reicht kaum aus, um einen Liter Öl auf dem informellen Markt zu kaufen, wodurch die älteren Menschen in eine Situation von Verletzlichkeit und extremer Armut geraten.

Inmitten dieses Panoramas wird die Kluft zwischen der offiziellen Rhetorik und der täglichen Realität immer deutlicher.

Die kubanischen älteren Menschen haben ihr Leben damit verbracht, in einem sozialistischen System zu arbeiten, das sie im Alter im Stich gelassen hat und sie ohne Garantien, verarmt und ohne soziale Unterstützung zurücklässt.

Das Rentenalter bedeutet nicht nur, sich emotionalen Herausforderungen, wirtschaftlichen und physischen Einschränkungen zu stellen, sondern auch zu lernen, mit einer Rente zu überleben, die nicht einmal das Nötigste garantiert. Zudem besteht die Angst, an manchen Tagen nicht einmal ihr eigenes Geld abheben zu können.

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