
Verwandte Videos:
Die Verwaltung von Präsident Donald Trump hätte einen Plan zur Förderung eines Regimewechsels in Kuba vorbereitet, im Rahmen einer Strategie, die wirtschaftlichen Druck, rechtliche Schritte und politische Kontakte kombiniert, so ein Bericht des Magazins The Atlantic.
Das Medium, das US-Beamte und Quellen mit direktem Wissen über die Diskussionen zitiert, behauptet, dass das Szenario für einen Übergang auf der Insel bereits in Gang ist und jederzeit aktiviert werden könnte.
„Der Regimewechsel ist bereits vorbereitet“, bestätigte ein Regierungsbeamter und deutete an, dass nur noch die endgültige Entscheidung von Trump aussteht.
Laut der Veröffentlichung sieht Washington die tiefgreifende Krise, die Kuba durchlebt —gekennzeichnet durch weit verbreitete Stromausfälle, Nahrungsmittel- und Treibstoffknappheit sowie den Verfall grundlegender Dienstleistungen— als eine Situation, die das Regime in eine äußerst verletzliche Lage gebracht hat.
Diese Situation würde als Gelegenheit betrachtet werden, um politische Veränderungen in Havanna zu erzwingen.
Der Plan würde sich nicht nur auf wirtschaftlichen Druck beschränken. Der Bericht weist darauf hin, dass Staatsanwälte im Süden Floridas mögliche Anklagen gegen Schlüsselpersonen der kubanischen Macht vorbereiten, darunter Mitglieder der politischen und militärischen Spitze, was als rechtliche Grundlage für wirkungsvollere Maßnahmen dienen könnte, sogar von internationalem Charakter.
En paralelo werden auch Szenarien für einen politischen Übergang analysiert. Dazu gehört die Möglichkeit, den Aufstieg von figuren, die im eigenen System als pragmatischer gelten, zu erleichtern, indem ein ähnliches Modell wie das kürzlich in Venezuela angewandte verfolgt wird, wo Washington sich entschied, Einfluss auf die Machtstruktur zu nehmen, anstatt sie vollständig abzubauen.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, wurde in dem Bericht zitiert, dass Kuba "eine gescheiterte Nation" sei und dass die Führungskräfte einen Vertrag mit den Vereinigten Staaten erreichen sollten, was bestätigt, dass die Gespräche zwischen beiden Regierungen weiterhin offen sind, obwohl sie unter starkem Druck stehen.
John Kavulich, Präsident des Wirtschafts- und Handelsrats USA-Kuba, beschreibt die Vision der Verwaltung als eine Art „Reorganisation“ des Landes, vergleichbar mit einem Prozess der wirtschaftlichen Umstrukturierung, mit dem Schwerpunkt, Schlüsselsektoren für US-Investitionen zu öffnen.
Der Artikel weist auch darauf hin, dass im Umfeld von Trump ein klares Interesse am wirtschaftlichen Potenzial der Insel besteht, insbesondere in Bereichen wie Tourismus, Immobilienentwicklung und Infrastruktur, was die Strategie für eine mögliche Übergangsphase beeinflussen könnte.
Dennoch bleibt die Situation ungewiss. Obwohl es Kontakte und Anzeichen für Verhandlungen gibt, zeigt die jüngste Erfahrung in Ländern wie Iran und Venezuela, dass solche Gespräche schnell scheitern können und Platz für aggressivere Maßnahmen schaffen.
In der Zwischenzeit versucht die kubanische Regierung, Zeit durch Dialog zu gewinnen, ohne in Schlüsselbereichen wie der Kontrolle der inneren Politik nachzugeben. Dennoch erhöht die wachsende wirtschaftliche und soziale Krise den Druck sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes, in einem Moment, der einen Wendepunkt in der Beziehung zwischen Washington und Havanna markieren könnte.
Archiviert unter: