Die argentinische Nonne sor Lucía Caram übte scharfe Kritik an Pablo Iglesias nach seinen jüngsten Aussagen über Kuba, in denen der ehemalige Vorsitzende von Podemos die Schwere der Krise auf der Insel relativierte, nachdem er sich mit Vertretern des Regimes getroffen hatte.
„Pablo Iglesias scheint in ständige Widersprüche zu fallen: Er spricht von Flottillen, während er im Flugzeug reist, kritisiert die Armut, wohnt aber in einem der teuersten Hotels in Havanna. Es ist schwer, das nicht als inkohärente Haltung zu sehen“, schrieb die religiöse Person in sozialen Netzwerken.
Caram stellte die Unterstützung des Direktors von Canal Red für das kubanische politische System in Frage und schickte ihm eine direkte Nachricht.
"Pablo, du irrst dich. Du förderst eine Diktatur, ein Regime, das Unterdrückung geübt hat. Ich stimme nicht mit dem überein, was die Vereinigten Staaten getan haben, aber ich stimme auch nicht mit dieser pathetischen Verteidigung ein, die du für das kubanische Regime machst, eine unterdrückerische und diktatorische Regierung," sagte er.
Die Aussagen erfolgen, nachdem Iglesias erklärte, dass die Situation in Kuba „zweifellos schwierig ist, aber auch nicht so, wie sie von außen dargestellt wird“, nachdem er an Treffen mit der Kommunistischen Partei und internationalen Delegationen in Havanna teilgenommen hat.
Sor Lucía Caram, geboren in Argentinien im Jahr 1966 und seit 1994 in Spanien ansässig, ist bekannt für ihr soziales Engagement und ihre kritischen Stellungnahmen zur Korruption und zu Ungleichheiten. Von dem Kloster Santa Clara in Manresa, Barcelona, hat sie auch durch ihre Auftritte im Fernsehen und in sozialen Netzwerken mediale Aufmerksamkeit gewonnen.
Die Äußerung der Religionsvertreterin reiht sich in die Kritiken gegenüber internationalen linken Persönlichkeiten ein, die Kuba besuchen und die offizielle Rhetorik wiederholen, während sie die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, der Stromausfälle und des Mangels, die die Bevölkerung betreffen, verharmlosen.
Inmitten eines Kontexts, der von der Verschlechterung der Lebensbedingungen auf der Insel geprägt ist, beleben die Worte von Caram die Debatte über die Rolle ausländischer Führer und Aktivisten, die von Positionen aus den Augen der kubanischen Alltagsrealität über Kuba urteilen.
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