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Die republikanische kubanisch-amerikanische Abgeordnete María Elvira Salazar erschien diesen Montag in der Sendung America's Newsroom von Fox News, um die Reise von Aktivisten von Code Pink und anderen Teilnehmern des "Convoy Nuestra América" nach Kuba scharf zu kritisieren. Sie prägte einen Satz, der schnell viral ging: "Kuba ist das Disney World der Kommunisten geworden".
Salazar beschrieb die Insel als eine Illusion, die für marxistische Aktivisten und "nützliche Idioten" inszeniert wurde, während das kubanische Volk unter Stromausfällen, Hunger und Repression leidet. "Sie bekommen die Show. Das kubanische Volk erlebt die Konsequenzen", schrieb er auf seinem X-Konto nach dem Interview.
Die Kongressabgeordnete, Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses, bezeichnete Code Pink als "eine Menge nützlicher Idioten" und wies auf die Ironie hin, dass sie in Kuba ein System verteidigen, das die gleichen Rechte verweigert, die sie in den Vereinigten Staaten frei ausüben.
„Es ist sehr ironisch, dass die gleichen Rechte, die sie in diesem Land als Amerikaner unter unserem demokratischen System haben, die gleichen Rechte sind, die den Kubanern verweigert werden“, stellte er fest.
Salazar erinnerte auch an die Situation der politischen Gefangenen auf der Insel: "Es gibt 1.000 Kubaner im Gefängnis, nur weil sie Freiheit gerufen haben. Aber Code Pink möchte nicht mit den Fakten verwechselt werden."
Der Auslöser für die Aussagen war die Ankunft des 'Convoy Nuestra América' am vergangenen Samstag in Havanna, eine Initiative, die von Progressive International, Code Pink, The People's Forum und Global Health Partners organisiert wurde.
Der Konvoi versammelte rund 650 Aktivisten aus 33 Ländern und 120 Organisationen, darunter der ehemalige britische Labourführer Jeremy Corbyn, der spanische Politiker Pablo Iglesias und die irische Rap-Gruppe Kneecap. Code Pink brach am Freitag, den 20., von Miami auf mit 6.300 Pfund an Medikamenten und medizinischer Ausrüstung im Wert von 433.000 Dollar.
Der Kontrast zwischen den Privilegien der Besucher und der kubanischen Realität war offensichtlich: die Delegierten wurden in Fünf-Sterne-Hotels mit eigenen Generatoren untergebracht, während ein landesweiter Stromausfall die Insel am Sonntag während des eigenen ideologischen Tours des Konvois überraschte. Díaz-Canel nutzte die Veranstaltung als propagandistische Plattform und verkündete im Palacio de las Convenciones: "Kuba ist nicht allein".
Salazar stellte seine Kritik im Kontext der Außenpolitik der Trump-Administration dar und wies auf den Verfall des Regimes ohne seine traditionellen Verbündeten hin: "Keine andere Nation, weder Russland noch Venezuela, hilft ihnen. Sie haben keine Energie. Sie verkaufen nichts. Sie produzieren nichts. Sie haben nur durch Repression überlebt."
Die kubanische Energiekrise hat sich seit Dezember 2025 verschärft, als Venezuela die Öllieferungen nach dem Sturz von Nicolás Maduro am 3. Januar 2026 einstellte. Die UNO warnt im Februar vor einem möglichen "humanitären Zusammenbruch" auf der Insel, wenn ihre Energiebedürfnisse nicht gedeckt werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass Salazar sich direkt mit Code Pink auseinandersetzt. Im März 2024 hat er sie bereits öffentlich vor dem Kongress konfrontiert während einer Pressekonferenz, um Kuba auf der Liste der staatlichen Unterstützer des Terrorismus zu halten, und damals erklärte er: "Wenn sie in Kuba das tun, was sie getan hat, werden sie mit Knüppeln und ins Gefängnis geworfen."
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