Überleben in Kuba: Stromausfälle, Hunger und Familien, die sich zur Emigration trennen



Havanna (Referenzbild)Foto © CiberCuba

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Die Regierung von Kuba verhandelt um ihr Überleben mit den Vereinigten Staaten, und während die Gespräche anscheinend ins Stocken geraten sind, erleben die Kubaner eine Krise, die selbst den „Sonderperiod“ übertrifft.

Eine Analyse, veröffentlicht von The Economist , legt nahe, dass sich der Verfall im Land in den letzten Monaten unter dem Druck der Regierung von Donald Trump beschleunigt hat, was der Regierung von Miguel Díaz-Canel weniger Spielraum lässt.

Jenseits des politischen Kontexts ist die tatsächliche Auswirkung auf den Straßen spürbar, mit einem Mangel an Verkehrsmitteln, langen Warteschlangen für Lebensmittel, Krankenhäusern mit eingeschränkten Dienstleistungen und Gehältern, die nicht einmal für das Nötigste ausreichen.

Die kubanische Wirtschaftskrise ist nicht nur ein Problem von Zahlen oder politischen Maßnahmen, sie ist eine Realität, die jeden Tag mit wachsender Intensität die normalen Menschen trifft.

Im Gesundheitssektor mussten Tausende von Operationen verschoben werden. Krebspatienten, schwangere Frauen und Menschen in kritischem Zustand sehen sich zusätzlichen Risiken ausgesetzt, da die medizinischen Geräte nicht stabil funktionieren können. Auch die Impfstoff- und Medikamentenlagerung, die für die Kälte erforderlich ist, wurde beeinträchtigt.

Die Energiekrise hält ganze Stadtviertel über 20 Stunden lang im Dunkeln. Die Knappheit an Lebensmitteln, Wasser und der Mangel an Treibstoff führen zu einem ständigen Überlebenskampf. Alltägliche Handlungen wie Kochen, Fortbewegung oder Ausruhen werden immer schwieriger.

Viele Kubaner beginnen jeden Tag mit der Ungewissheit, ob das Geld ausreicht, um Lebensmittel für ihre Kinder zu kaufen, ob es Transportmöglichkeiten gibt, um zur Arbeit zu gelangen, oder ob die Preise auf dem informellen Markt wieder gestiegen sind.

Die kubanischen Senioren sind wahrscheinlich die verletzlichste Bevölkerungsgruppe im Land. Viele sind allein auf der Insel geblieben, und ihre Rente entspricht dem Preis für einen Liter Sonnenblumenöl.

Die soziale Unzufriedenheit wächst. Die Proteste haben zugenommen, doch die Angst vor Repressionen bremst dies. Vor diesem Hintergrund wird die Emigration zur wichtigsten Ausweg.

Miles von Kubanern, überwiegend Jugendliche, haben das Land verlassen, um Chancen zu suchen, und hinterlassen zerbrochene Familien und eine zunehmend alternde Gesellschaft.

Das Regime versucht, sich über Wasser zu halten, und die Last der Krise lastet auf der Bevölkerung. Der gewöhnliche Kubaner erlebt eine eindeutige Realität: Das Überleben inmitten des Zusammenbruchs ist zur größten täglichen Herausforderung geworden.

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