Vecinos von La Güinera, im Gemeinde Arroyo Naranjo von Havanna, haben heute Abend ein Cacerolazo während eines neuen Stromausfalls veranstaltet.
Die unabhängige Journalistin Camila Acosta, Korrespondentin von ABC in Kuba, verbreitete ein Video auf ihrem Facebook-Konto mit der Nachricht: "JETZT Cacerolazo in La Güinera, Havanna, Kuba. 26.03.2026".
Die Aufnahme, die im Dunkeln während des Stromausfalls gemacht wurde, zeigt das charakteristische Geräusch von Töpfen und Pfannen, die im habanischen Viertel geschlagen werden, was ein besonderes symbolisches Gewicht in der jüngeren Geschichte der kubanischen Proteste hat.
La Güinera war eines der Epizentren des 11. Juli 2021 — dem 11J —, der größten Anti-Regierungs-Demonstrationen seit 1959, als die Bewohner auf die Straßen gingen und "Freiheit" und "Vaterland und Leben" riefen.
During those days, Diubis Laurencio Tejeda, 36 years old, died from gunshots fired by a sub-lieutenant of the MININT. Hundreds of demonstrators were arrested and processed, and many remain imprisoned.
Der Cacerolazo in dieser Nacht fügt sich in eine Welle von Protesten ein, die seit Wochen Kuba erschüttert.
Seit dem 6. März werden in Dutzenden von Stadtteilen Havannas — Vedado, Lawton, Alamar, Santos Suárez, Playa, El Cerro — sowie in Provinzen wie Santiago de Cuba und Ciego de Ávila nächtliche Töpfe-Klänge verzeichnet. Der direkte Grund dafür ist die schwerste Energiekrise, die die Insel seit Jahrzehnten erlebt.
Der Stromengpass erreichte am Donnerstag 1.885 MW. Im bisherigen Verlauf des März hat Kuba mindestens drei landesweite Stromausfälle erlitten: Der längste dauerte 29 Stunden und 29 Minuten am 16. März.
Die nächtlichen Cacerolazos sind zur vorherrschenden Protestform geworden: laut, kollektiv und relativ anonym im Dunkeln der Stromausfälle. Dass La Güinera wieder mit ihren Töpfen klingt, das Viertel, das einen der höchsten Preise für den 11J gezahlt hat, ist ein Signal, das das Regime nicht ignorieren kann.
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