Die Proteste in Kuba breiten sich weiterhin aus, mit neuen Cacerolazos, die diesmal in den Gegenden Buenavista (Playa) und San Agustín (La Lisa) in Havanna gemeldet werden, mitten in der Energiekrise und dem wachsenden gesellschaftlichen Unmut.
Der unabhängige Journalist José Raúl Gallego berichtete auf Facebook über einen Topf- und Pfannen-Protest diesen Dienstag in Buenavista, nahe der Straße 64, wo Anwohner in der Nacht gegen die Missstände protestierten, indem sie Töpfe und Pfannen schlagen.

Por seinerseits berichtete der Aktivist Magdiel Jorge Castro von einer weiteren Demonstration in San Agustín, La Lisa, wo, wie er angab, die Behörden nach der Protestaktion den Stromdienst in der Gegend wiederherstellten.
„Effektiver Cacerolazo in San Agustín (…) das Regime stellt ihnen die Elektrizität nach der Protestaktion zur Verfügung“, merkte er in den sozialen Medien an, zusammen mit Bildern, die von dort geschickt wurden.
Es werden auch Töpfe und Pfannen in Provinzen wie Santiago de Cuba gemeldet, wo es in den Repartos Altamira und Vista Hermosa läutet.
Diese neuen Proteste finden statt, während Aktivisten von dem zwölfte aufeinanderfolgenden Tag der Demonstrationen auf der Insel berichten, mit Meldungen aus mehreren Regionen.
Während des Tages wurden auch Töpfe- und Pfannenlärm in Reparto Vista Alegre in Ciego de Ávila registriert, und zwar bereits in den frühen Morgenstunden, was auf eine Veränderung in der Dynamik der Proteste hinweist, die sich nicht mehr nur auf die Nacht beschränken.
Dieser Dienstag wurden ähnliche Aktionen im El Cerro, Vedado, Santiago de Cuba und weiteren Orten gemeldet.
Die "Cacerolazos", die hauptsächlich durch die langanhaltenden Stromausfälle, die Nahrungsmittelknappheit und die Verschlechterung der grundlegenden Dienstleistungen ausgelöst werden, sind zu einer der wichtigsten Formen des bürgerlichen Ausdrucks in Kuba geworden.
Die Beschwerden in sozialen Medien deuten außerdem auf eine wachsende Herausforderung der Kontrolle durch die Behörden hin, in einem Kontext, in dem öffentliche Demonstrationen oft schnell niedergeschlagen werden.
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