Kubanischer Influencer in Ermittlungen wegen Schüssen auf ein Krokodil in Florida verwickelt: So war der umstrittene Moment



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Ein live übertragenes Video aus den Everglades hat einen kubanischen Influencer, der mit Inhalten über Wildtiere in Florida in Verbindung steht, ins Zentrum der Kontroversen gerückt.

Die Bilder, die sich schnell in den sozialen Medien verbreiteten, zeigen, wie mehrere Jugendliche wiederholt auf einen anscheinend bewegungslosen Kaiman schießen, in einer Tat, die bereits von den staatlichen Behörden untersucht wird.

Laut dem Bericht der Zeitung El Nuevo HeraldBraden Peters – bekannt als „Clavicular“ – in einem Wasserfahrzeug mit mehreren Freunden fuhr, darunter der in den sozialen Medien bekannte Kubaner Andrew Mora, der als „Tarzán Cubano“ berühmt ist.

En der Aufnahme spricht Peters zu seinen Anhängern, während er das Tier beobachtet: „Ist es tot?“, fragt er, ohne den Blick von der Frontkamera seines Handys abzuwenden.

Daraufhin fügt er hinzu: „Also, können wir ihn erschießen?“ Zu einem anderen Zeitpunkt betont er: „Wir müssen überprüfen, ob er tot ist.“

A seiner Seite kommentiert Mora lachend: „Er will einfach nur auf etwas schießen… der Abzug juckt ihn.“

Poco después, und nach dem scheinbaren Einverständnis des Piloten -„Sie können praktisch tun, was sie wollen“- beide feuern mehr als 25 Kugeln auf das Krokodil ab.

Das Video führte zu einer unmittelbaren öffentlichen Reaktion und provozierte das Eingreifen der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC), die bestätigte, dass sie den Fall untersucht.

“Die Agenten der FWC ermitteln den Vorfall und werden zusätzliche Informationen bereitstellen, sobald diese verfügbar sind”, teilte die Behörde in den sozialen Medien mit.

Die staatliche Gesetzgebung ist eindeutig: Es ist verboten, Kaimane zu belästigen oder zu töten, es sei denn, es liegen spezifische Umstände vor, die durch Genehmigungen während regulierter Zeiträume genehmigt sind.

Sollte eine Verletzung festgestellt werden, könnten die Beteiligten rechtlichen Konsequenzen gegenüberstehen.

Politische Reaktion

Auch aus dem politischen Bereich gab es Äußerungen.

Der Vizegouverneur von Florida, Jay Collins, war deutlich in seiner Verurteilung des Geschehenen: „Die Tierwelt und die Wasserwege Floridas verdienen Respekt, nicht die Ausbeutung zur Erstellung von Inhalten.“

Y fügte hinzu: „Unter meiner Aufsicht wird jeder, der die Wildtiere im Bundesstaat misshandelt, mit aller Strenge des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen. Ich erwarte, dass Anklage gegen diejenigen erhoben wird, die unsere Gesetze so dreist missachten.“

Der Fall hat die Nutzer in den sozialen Medien gespalten.

Während einige Nutzer die Handlung rechtfertigten und behaupteten, das Tier sei bereits tot gewesen, feierten sie den Akt mit Ausdrücken wie mogging - was bedeutet, dominieren oder sich durchsetzen - während andere exemplarische Strafen forderten.

Vom viralen Influencer zur unter Beobachtung stehenden Figur

Die Kontroverse betrifft auch Andrew Mora, bekannt als der "Tarzán Cubano", eine Figur, die in den digitalen Medien durch seine Videos, in denen er mit wilden Tieren in Florida interagiert, weit verbreitet ist.

Bis jetzt war sein öffentliches Image mit viralen Inhalten verbunden, in denen er Iguanas fängt, sich in Kanäle stürzt oder Reptilien in natürlichen Umgebungen manipuliert.

Uno de seus vídeos más populares, con más de 19 millones de visualizaciones, lo muestra emergiendo del agua con dos iguanas mientras exclama: “Sie sind fast entkommen!” (“¡Casi se escapan!”).

In Südflorida ansässig, hat Mora eine Gemeinschaft von Millionen von Anhängern aufgebaut, die einen Stil pflegt, der Adrenalin, Spektakel und direkten Kontakt zur heimischen Tierwelt vereint.

In früheren Veröffentlichungen hat er seine Tätigkeit verteidigt, insbesondere in Bezug auf die Erfassung von Leguanen – einer invasiven Art – und betont:

„Ich tue es nicht aus Ruhm oder Geld, sondern weil die Leguane die Vegetation gefährden und ich meinen Beitrag leisten möchte.“

Diese Rede, die sich auf den ökologischen Nutzen und den Respekt vor der Natur konzentriert, steht jetzt im Gegensatz zu den Bildern, die aus den Everglades verbreitet werden, wo das Handeln keiner Kontrolle über Arten oder regulierten Praktiken unterliegt.

Ein Muster von Kontroversen

Der Vorfall mit dem Kaiman ist nicht das einzige umstrittene Element im Zusammenhang mit den Beteiligten.

Peters war beispielsweise bereits in Kontroversen verwickelt, darunter sein Aufenthalt in einem Nachtclub in Miami Beach, wo das Lied „Heil Hitler”, von Kanye West, gespielt wurde, und eine kürzliche Verhaftung wegen geringfügiger Körperverletzung nach einem Streit zwischen seiner Freundin und einer anderen Content Creatorin.

Dennoch ist es das Video des Kaimans, das die größte institutionelle Besorgnis ausgelöst hat, da es sich um ein mögliches Umweltverbrechen handelt, das massenhaft und in Echtzeit verbreitet wurde.

Zwischen dem Spektakel und den rechtlichen Grenzen

Der Fall eröffnet erneut die Debatte über die Grenzen von extremen Inhalten in sozialen Medien, insbesondere wenn es um Wildtiere geht.

In Florida, wo Ökosysteme wie die Everglades durch strenge Vorschriften geschützt sind, haben die Behörden auf die Notwendigkeit hingewiesen, verantwortungsvoll zu handeln.

Während die Ermittlungen voranschreiten, gerät die Figur des „Tarzán Cubano“ in einen neuen Fokus: den der Rechenschaftspflicht in einem Umfeld, in dem die Grenze zwischen Unterhaltung und Verbrechen ebenso fragil wie gefährlich sein kann.

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