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Der kubanische Regime erhält eine sofortige, aber sehr begrenzte Erleichterung durch die Ankunft des russischen Tankers ‘Anatoli Kolodkin’, der mit etwa 730.000 Barrel Rohöl beladen ist.
Der Versand, der als „humanitäre Hilfe“ dargestellt wird, deckt kaum einen Bruchteil des Energiebedarfs des Landes inmitten einer beispiellosen Krise.
Kuba benötigt unter normalen Bedingungen zwischen 90.000 und 110.000 Barrel Treibstoff täglich, um sein elektrisches System und seine Wirtschaft aufrechtzuerhalten.
Von diesem Gesamtbetrag entfallen etwa 55 % bis 65 % auf die Stromerzeugung, einen Sektor, der stark von Heizöl und Diesel abhängig ist und unter dem Verfall seiner thermischen Kraftwerke leidet.
In diesem Zusammenhang wird die russische Ladung hauptsächlich dazu dienen, das Energiedefizit zu verringern, das im März 2.000 Megawatt überschritt und in mehreren Regionen zu Stromausfällen von über 30 Stunden führte.
Sin embargo, der Einfluss wird vorübergehend sein: das erhaltene Volumen entspricht ungefähr 7 bis 10 Tagen des Gesamtverbrauchs des Landes.
In der Praxis könnte bei Priorisierung der Stromerzeugung die Versorgung in eine vorübergehende Linderung der Stromausfälle für ein oder zwei Wochen umgewandelt werden.
Darüber hinaus kann nach dem Raffinierungsprozess nur ein Teil des Rohöls in nutzbare Brennstoffe wie Diesel umgewandelt werden, was seine tatsächliche Reichweite weiter einschränkt.
Andere Schlüsselbereiche —wie Transport, Landwirtschaft und Lebensmitteldistribution— sind ebenfalls auf Treibstoff angewiesen, werden jedoch unter starken Einschränkungen weiterarbeiten. Diesel, der für diese Sektoren unverzichtbar ist, gehört zu den am meisten fehlenden Produkten auf der Insel.
Die Ankunft des 'Anatoli Kolodkin' erfolgt nach fast drei Monaten ohne stabile Lieferungen, nach der Unterbrechung der Sendungen aus Venezuela und Mexiko.
Diese Abhängigkeit von termingerechten Lieferungen verdeutlicht die strukturelle Fragilität des kubanischen Energiesystems, das nicht in der Lage ist, eine kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten.
En definitiva, das russische Öl ermöglicht es dem Regime, Zeit zu gewinnen und kurzfristig den sozialen Druck, der durch die Stromausfälle verursacht wird, zu lindern, löst jedoch nicht das chronische Defizit an Treibstoff.
Ohne einen konstanten Fluss an Versorgungsgütern wird die Energiekrise – und ihre Auswirkungen auf das tägliche Leben der Kubaner – weiterhin zunehmen.
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