Neue Regeln in Kuba für Kinder ohne familiären Schutz: So werden die Einrichtungen sein



Kinderrundkreis in KubaFoto © CubaDebate

Verwandte Videos:

Das Bildungsministerium von Kuba hat am Donnerstag die Resolution 62 veröffentlicht, die die neuen Modalitäten der institutionellen Betreuung für Mädchen, Jungen und Jugendliche ohne familiäre Unterstützung festlegt. Darin werden Arten von Einrichtungen, Kapazitätsgrenzen und Protokolle für psychologische Betreuung definiert.

Die Norme ist im Gesetz über Kindes-, Jugend- und Jugendangelegenheiten, das zuletzt im Juli von der Nationalversammlung genehmigt wurde verankert und stellt die erste Durchführungsverordnung dar, die detailliert, wie der kubanische Staat diesen Kodex im Bereich der Pflege und Adoption umsetzen wird.

Die Verfügung definiert drei Arten von Einrichtungen je nach Alter des Minderjährigen. Die Einrichtungen für dringende oder vorübergehende Aufnahme haben eine maximale Kapazität von 12 Kindern und einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen, die für unmittelbare Notfälle gedacht sind.

Die Einrichtungen für die frühe Kindheit werden maximal zehn Kinder aufnehmen, mit Zeitrahmen von drei bis sechs Monaten, um eine familiäre Umgebung nachzuahmen.

Die Programme für Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren werden in kleinen Gruppen organisiert, mit einem Fokus auf die Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben und die Wiederherstellung familiärer Bindungen.

Die Norm definiert die institutionelle Unterbringung als "eine außergewöhnliche und vorübergehende Schutzmaßnahme", die von der zuständigen Behörde angeordnet wird und darauf abzielt, einem Mädchen, einem Jungen oder einem Jugendlichen Schutz und Unterstützung für seine emotionalen und entwicklungsbedürftigen Bedürfnisse zu bieten.

Theoretisch zwingt dies den Staat dazu, für jedes Kind familiäre Alternativen zu suchen, anstatt es unbegrenzt in einer Einrichtung zu halten.

Die Verordnung regelt auch die sogenannten "Solidaritätsfamilien": freiwillige Familien, die Kinder aus staatlichen Einrichtungen an Wochenenden oder während der Ferien aufnehmen.

Laut dem offiziellen Text sind es "keine Pflegefamilien, sondern eine emotionale Auszeit, die es dem Kind ermöglicht, das Leben in einem familiären Umfeld zu erleben und der Institution zu helfen, sich zu entlasten."

Zudem wird festgelegt, dass die Trennung von Geschwistern nur in Ausnahmefällen angeordnet werden kann, und zwar aufgrund eines multidisziplinären Gutachtens, das das Wohl jedes Einzelnen bewertet.

In Bezug auf Adoption werden die Haushalte zum Zentrum emotionaler Vorbereitung: Bevor ein Kind adoptiert wird, werden Psychologen und Sozialarbeiter eine detaillierte Akte erstellen und das Kind durch schrittweise Begegnungen mit der zukünftigen Familie vorbereiten.

Sin embargo, die Kluft zwischen der offiziellen Rhetorik und der Realität ist tief. Kuba hatte im Jahr 2023 nur 54 soziale Einrichtungen für Minderjährige, die etwas mehr als 400 Kinder betreuten, laut OnCuba News

Seit 2022 wurden nur drei neue Häuser für unbegleitete Kinder gebaut, ohne weitere Fortschritte.

Laut vorgelegten Daten im kubanischen Parlament im Jahr 2024 gibt es 100.737 Schüler, die als gefährdet eingestuft sind, sowie 9.006 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren in "komplexer sozialer Situation", berichtete 14ymedio.

Archiviert unter:

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.