Putin verstärkt die digitale Kontrolle in Russland, während Kuba sein eigenes Zensurmodell konsolidiert



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Der Ausbau der digitalen Kontrolle in Russland hat im Jahr 2026 einen neuen Sprung gemacht. Laut einem Bericht von El Mundo, verfasst von Xavier Colás, hat der Kreml begonnen, mobile Internetzugänge in Moskau zu sperren, Anwendungen wie Telegram und WhatsApp einzuschränken und auf ein Modell hinzuarbeiten, in dem nur vom Staat autorisierte Dienste funktionieren.

Die Maßnahme, die als Reaktion auf Sicherheitsbedrohungen präsentiert wird, beeinträchtigt Zahlungen, Banken, Karten und alltägliche Kommunikationen, was Experten als einen Versuch beschreiben, die Bevölkerung zu isolieren und ihre Organisationsfähigkeit einzuschränken.

Die Analyse von Colás deutet auf einen Paradigmenwechsel hin: von der Blockierung konkreter Seiten hin zur Erlaubnis einer ausschließlich „weißen Liste“ von Diensten. Zudem fördert Russland staatliche Plattformen wie die Messaging-App Max, die laut von den im Bericht zitierten Fachleuten die direkte Überwachung der Nutzer erleichtern und Praktiken wie die Nutzung von VPNs erkennen könnte.

Dieses Kontrollmodell ist den Kubanern nicht fremd. Bei aller differenzierter Skala ist der Internetzugang auf der Insel ebenfalls vollständig zentralisiert und unterliegt dem staatlichen Monopol von ETECSA, was es ermöglicht, Einschränkungen schnell und effektiv durchzusetzen.

Organisationen wie Access Now und NetBlocks dokumentierten massive Internetabschaltungen in Kuba während der Proteste am 11. Juli 2021, sowie selektive Sperrungen von Sozialen Medien und Messaging-Diensten.

Die Wette des Kremls auf die Anwendung Max erinnert an ähnliche Versuche in Kuba mit Plattformen wie Todus, die von ETECSA als nationale Messaging-Alternative gefördert wird.

Sin embargo, während auf der Insel ihre Nutzung begrenzt war, kombiniert der Staat in Russland diese Werkzeuge mit Einschränkungen für ausländische Dienste, voranschreitend in ein digitales Ökosystem, in dem die Kommunikation zunehmend über überwachte Kanäle erfolgt.

Die Ähnlichkeit ist kein Zufall. In den letzten Jahren haben Kuba und Russland ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie und Telekommunikation verstärkt, mit offiziellen Vereinbarungen zur digitalen Modernisierung und Informationssicherheit.

Obwohl diese Vereinbarungen als Entwicklungsprojekte präsentiert werden, haben Experten und Organisationen wie Freedom House gewarnt, dass beide Länder auf zunehmend ausgeklügelte Kontrollmodelle über den Informationsfluss zusteuern.

In Kuba sind neben punktuellen Stromausfällen auch Praktiken der digitalen Überwachung und die Nutzung von Inhalten in sozialen Netzwerken als Beweismittel in Gerichtsverfahren gegen Aktivisten und kritische Bürger dokumentiert worden. Dies spiegelt eine ähnliche Strategie wider wie die, die Colás in Russland beschreibt: es geht nicht nur um Zensur, sondern um Abschreckung und Kontrolle des Verhaltens.

Was heute in Moskau geschieht, bestätigt einen Trend: Verbündete Regime teilen und perfektionieren Mechanismen, um die Bevölkerung gerade so verbunden zu halten, dass die Wirtschaft aufrechterhalten werden kann, jedoch so eingeschränkt, dass Proteste und der freie Austausch von Ideen erschwert werden.

Die digitale Maschinerie des Kremls: interne Kontrolle und externe Propaganda mit Kuba als Schlüsselpartner

Die Verschärfung der digitalen Kontrolle in Russland hat nicht nur interne Auswirkungen, sondern strahlt auch nach außen, insbesondere in verbündete Länder wie Kuba.

Mientras das Kremlin an einem Modell der Überwachung und Internetbeschränkung arbeitet —wie El Mundo beschreibt—, entwickelt es parallel dazu eine Strategie der Informationsbeeinflussung in Lateinamerika, die dasselbe Kontroll-Ökosystem verstärkt.

Ein Bericht der Digital News Association (DNA) zeigt, dass Russland mehr als 1.000 Influencer in der Region ausgebildet hat, darunter Kubaner, um pro-Kreml-Narrative und kontextangepasste Desinformation zu verbreiten.

Diese digitale Offensive fügt sich in die Allianz zwischen Moskau und Havanna im medialen und technologischen Bereich ein. Die Präsenz von RT als einzigem ausländischen Kanal mit 24-Stunden-Sendung im kubanischen Fernsehen sowie Vereinbarungen im Bereich Künstliche Intelligenz und Telekommunikation belegen eine Koordination, die über die reine Informationsvermittlung hinausgeht.

Während Russland innerhalb seiner Grenzen den Zugang zum Internet einschränkt und staatlich kontrollierte Plattformen fördert, unterstützt es außerhalb dieser Grenzen Inhalte und Akteure, die seine Narrative wiederholen.

Im kubanischen Fall wird dieses Schema ergänzt durch rechtliche Instrumente wie das Dekret-Gesetz 35, das die Dissidenz in sozialen Netzwerken bestraft, sowie durch bereits dokumentierte Zensur- und Überwachungspraktiken.

Das Ergebnis ist ein hybrides Modell: interne Kontrolle der Informationen und externe Ausweitung der Propaganda, mit Kuba als einem seiner Hauptverbündeten in der Region.

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