Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, äußerte an diesem Mittwoch, dass das kubanische Volk mit seiner Regierung genug hat, so wie es auch sein sollte, als Antwort auf eine journalistische Frage über die Bedeutung der kürzlichen Äußerungen von Präsident Donald Trump bezüglich Kuba.
Leavitt stellte klar, dass Trump, als er während eines Events in Miami sagte, Cuba ist das Nächste, sich darauf bezog, dass das kubanische Regime zum Fallen bestimmt ist, und beschrieb das Land als "sehr schwach wirtschaftlich und finanziell".
„Diese Gespräche und Diskussionen entwickeln sich weiterhin auf höchster Ebene unserer Regierung“, fügte die Sprecherin hinzu, ohne jedoch konkrete Aktualisierungen oder Ankündigungen zur Politik gegenüber Kuba mitzuteilen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Leavitt solche Aussagen macht. Im März hatte er bereits erklärt, dass das Regime "zum Fallen verurteilt ist" und dass das Land offenkundig in einer sehr schwachen wirtschaftlichen Lage ist und die Menschen nach Hilfe rufen.
Im Februar war sie noch direkter: "Es ist ein Regime, das am Zusammenbrechen ist. Ihr Land stürzt in sich zusammen, und deshalb glauben wir, dass es in Ihrem besten Interesse ist, sehr bald drastische Veränderungen vorzunehmen."
Der Staatssekretär Marco Rubio erklärte im März, dass Kuba sich in seinen letzten Momenten befindet und kündigte "baldige Neuigkeiten" über die Insel an.
Die Erklärungen erfolgen zu einem Zeitpunkt höchster Druckausübung von Washington auf Havanna.
Seit Januar 2026 hat die Trump-Administration mehr als 240 neue Sanktionen gegen das Regime verhängt und die Executive Order 14380 unterzeichnet, die Kuba als außergewöhnliche Bedrohung erklärt und Zölle auf Länder erhebt, die ihm Öl liefern.
Die Krise verschärfte sich nach der Festnahme von Nicolás Maduro in Venezuela am 3. Januar, die die Lieferung von täglich zwischen 26.000 und 35.000 Barrel venezolanischem Rohöl nach Kuba, seiner Hauptenergiequelle, unterbrach, was zu Stromausfällen von bis zu 25 Stunden täglich führte.
Die kubanische Wirtschaft verzeichnet einen Rückgang von 23% seit 2019, mit einer prognostizierten BIP-Kontraktion von 7,2% für 2026, so die Einheit für Wirtschaftsanalysen von The Economist.
En paralelo zu dem Druck hat es diskrete diplomatische Kontakte gegeben. Die kubanische Vizeaußenministerin Josefina Vidal bestätigte am Mittwoch gegenüber der Agentur AFP, dass Gespräche zwischen beiden Regierungen stattfinden, aber sich in einer sehr vorläufigen, sehr frühen Phase ohne formelle strukturierte Verhandlungen befinden.
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