Verschiedene kubanische Kinder verwandelten ein enormes Wasserloch in einen lustigen Pool in Pinar del Río, Kuba, in einem Bild, das den Zustand der Vernachlässigung der Verkehrsinfrastruktur auf der Insel zusammenfasst.
Ein Video von nur zwanzig Sekunden, veröffentlicht von dem Nutzer Yusniel Forteza mit der Beschriftung "Wo wird es sein??? P. del Río...", ging schnell viral und erreichte über 127.000 Aufrufe.
Die Szene ist kein isoliertes Ereignis. Seit mindestens 2022 wurden ähnliche Fälle in verschiedenen Provinzen des Landes dokumentiert, wo durch Regenfälle oder Rohrbrüche überflutete Schlaglöcher sich in improvisierte Schwimmbecken für Kinder verwandeln, die keinen Zugang zu geeigneten Freizeiträumen haben.
Im August 2022 zeigte ein auf Facebook veröffentliches Foto von Benutzer Jacob Morris mehrere Kinder, die in einer mit stehendem Wasser gefüllten Grube spielten, mit Kommentaren wie "Das sind Bedingungen einer primitiven Gemeinschaft".
Im April 2024 verwandelte sich ein von einer Rohrleitung der Aguas de La Habana durchzogenes Loch in ein Kinderpool in der Hauptstadt. Im Juli desselben Jahres sorgte ein weiterer ähnlicher Fall in den sozialen Medien für Aufsehen, bei dem mindestens vier Minderjährige zu sehen waren. Im September 2023 tauchte ein Kubaner auf, der ironisch ein Habanero-Loch als "Piscina El Resplandor" taufte.
In Pinar del Río berichten die Anwohner von tiefen Schlaglöchern, umfangreichen Rissen, fehlender Asphaltierung, fehlender Beleuchtung und unzureichender Beschilderung.
Im August 2024 verschlang ein Schlagloch in derselben Provinz das Rad eines Lastwagens, was ironische Kommentare in den sozialen Medien nach sich zog.
Der Zustand der Straßen ist nicht nur eine ästhetische Angelegenheit: Er hat Leben gefordert. Im Dezember 2025 ist ein Radfahrer gestorben, nachdem er in ein enormes Loch gefallen ist in einer Straße von Havanna.
Im Mai 2025 waren zwei Motorradfahrer knapp davor, in ein Loch mit Abwasser in Santiago de Cuba zu fallen.
Der Minister für Verkehr selbst erkannte im Januar 2026 den angestauten Verschleiß der Verkehrswege im Land an und gab zu, dass die Krise "ihre Spuren hinterlässt", obwohl er keine konkreten Lösungen für die nahen Zukunft vorschlug.
Das Bild von kubanischen Kindern, die ein Schlagloch als Schwimmbecken nutzen, spiegelt auf ernüchternde Weise Jahrzehnte institutionalisierten Versagens wider: die prekäre Infrastruktur und der Mangel an Erholungsgebieten sind zwei Aspekte einer gleichen Krise, die das Regime weder lösen konnte noch wollte.
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