Ein kubanischer Anhänger der Ifá-Religion wurde auf Instagram viral, als er die alte, bekannte Technik des „Sonnenziehens“ zeigte, ein von Generation zu Generation überliefertes Heilmittel zur Linderung von Schmerzen, die durch Sonnenstich verursacht werden.
Harold Gainza, bekannt in den sozialen Medien als @gainza__ogbe_roso, zeigte, wie er die Praxis bei einer anderen Person anwendet, während er seinen familiären Hintergrund erklärt: "Das ist eine Lehre meiner Mutter in Kuba. Ich bin der Sonne einer Person aus dem Kopf zu entziehen."
Die Beschreibung des Videos fasst in wenigen Worten den Geist des Inhalts zusammen: "Von den Alten lernen erhellt die Seele".
Die Technik besteht darin, ein umgedrehtes Glas mit Wasser auf den Kopf des Betroffenen zu platzieren, das auf einem Handtuch stützt, wodurch Bläschen entstehen, die im Volksmund als das Herausziehen der durch die Sonne angesammelten Wärme interpretiert werden.
Das Video sammelte über 170.000 Aufrufe und löste eine Welle von Erinnerungen unter den kubanischen Kennern dieser Praxis aus.
„Als ich ein Kind war und von der Strand kam, machte meine Mama es mir, um die Sonne loszuwerden, tausend Segnungen“, schrieb eine Nutzerin. Eine andere Person bestätigte: „Das machen sie mir immer noch von Zeit zu Zeit, und es ist das Beste, was es gibt, vergiss Medikamente, das lindert deinen Kopf vollkommen.“
Viele Nutzer baten darum, die Methode Schritt für Schritt zu erklären, während andere gestehen, dass sie sie auch heute noch anwenden, Jahrzehnte nachdem sie sie von ihren Müttern oder Großmüttern gelernt haben.
Die Praxis hat ihre Wurzeln in der traditionellen kubanischen Medizin und hat sich historisch mit dem Spiritismus des 19. Jahrhunderts und mit Traditionen der afrokubanischen Kultur verbunden.
Experten aus der Medizin haben jedoch darauf hingewiesen, dass die Methode an wissenschaftlicher Unterstützung zur Behandlung von Sonnenstich mangelt. Unter den Empfehlungen bei einem Hitzschlag gehört jedoch das Anwenden von kalten, feuchten Handtüchern und die ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Dieser Inhalt folgt einem anhaltenden Trend unter Cubanos, die in sozialen Netzwerken Bräuche und Wissen, das sie von ihren Vorfahren geerbt haben, viral verbreiten, von santería und Ifá Ritualen bis hin zu Hausmitteln, was sowohl in der Insel als auch in der Diaspora eine starke Identifikation erzeugt.
Die chronische Knappheit an Medikamenten in Kuba, eine direkte Folge von 67 Jahren kommunistischer Diktatur, ist einer der Faktoren, die diese traditionellen Heilmittel im kollektiven Bewusstsein der Kubaner lebendig halten.
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