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Drei parallele Warteschlangen ohne offizielle Unterstützung, Angestellte ohne Ausweise und ein Klima der Anspannung, das bereits in dem Versuch mündete, die Tür des Geschäfts einzureißen – so stellte sich die Situation im Stadtbezirk San Luis in Santiago de Cuba dar, wo die Anwohner um das Recht konkurrieren, einen Mobilfunkvertrag bei der staatlichen und einzigen Telekommunikationsgesellschaft Kuba (Etecsa) zu erwerben.
Así dokumentierte der unabhängige Journalist Yosmany Mayeta Labrada am Freitag über sein Facebook-Profil das Chaos, das sich um die Büros des Unternehmens im Gebiet herum entfaltete.
Laut seiner Erklärung gibt es in der Gemeinde zwei Warteschlangen in Dos Caminos und eine im eigenen Gemeindegebiet von San Luis, jede mit einer eigenen Liste und ihrem eigenen „Verantwortlichen“, ohne jegliche offizielle Akkreditierung.
„Das ist nicht mehr eine Schlange. Es ist ein Druckkochtopf, der kurz davor ist zu explodieren“, warnte Mayeta Labrada, die dokumentierte, wie das Fehlen von Organisation und institutioneller Präsenz den Kauf einer einfachen Telefonleitung zu einem Konfliktherd zwischen Nachbarn gemacht hat.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Situation eskaliert. Vor nur wenigen Monaten protestierten die Bewohner von Santiago de Cuba vor den Büros von Etecsa, nachdem die verfügbaren Leitungen in Rekordzeit erschöpft waren.
Der Kontext begünstigt ebenfalls keine schnelle Lösung. Inmitten der Energiekrise, die das Land durchlebt, hat das Telekommunikationsmonopol auf der Insel Anpassungen in seinen Kundenservicekanälen vorgenommen, die die operative Kapazität seiner Büros verringert haben, was zu einem Anstieg der Nachfrage an den wenigen Punkten geführt hat, die geöffnet bleiben.
Das Unbehagen der Bürger hat sich auch in den sozialen Netzwerken bemerkbar gemacht. Nach den jüngsten Ankündigungen des Unternehmens entlud sich eine Welle von Beschwerden von Nutzern, die die wachsende Unzufriedenheit über einen Service widerspiegeln, der nicht in der Lage ist, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu erfüllen.
Die Kritiken beschränken sich nicht nur auf die Warteschlangen. Kürzlich
In sozialen Medien bezeichnete eine Nutzerin den Verkauf von Daten, die anschließend nicht verwendet werden können, als „den größten Betrug, den man einem Menschen antun kann“, in einem Beitrag, der sich schnell verbreitete.
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