Politische Gefangene in Kuba: Die tatsächlichen Zahlen hinter dem Ultimatum der USA.



Referenzbild erstellt mit Künstlicher IntelligenzFoto © CiberCuba / ChatGPT

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Die Druckausübung der Vereinigten Staaten auf das kubanische Regime hat erneut eine zentrale Frage in den Fokus der Debatte gerückt: Wie viele politische Gefangene gibt es wirklich in Kuba?

Die Frage gewinnt an besonderer Bedeutung, nachdem  berichtet hat, dass die Regierung des Präsidenten Donald Trump einen Zeitraum von zwei Wochen an Havanna gegeben hat, um hochkarätige politische Gefangene wie Luis Manuel Otero Alcántara und Maykel Osorbo freizulassen, im Rahmen von kürzlichen direkten Kontakten.

Sin embargo, mit präzisen Antworten zu überzeugen, ist nicht einfach. Die wichtigsten unabhängigen Organisationen, die die Repression auf der Insel dokumentieren —Prisoners Defenders, Justicia 11J und Cubalex— führen verschiedene Zahlen, obwohl eine vergleichende Analyse mehr Übereinstimmungen zeigt, als es scheint.

Zwei Schlüsselfiguren: 775 und 1.250

Selon le Bericht von Prisoners Defenders, veröffentlicht am 16. April 2026 mit Stand von März, gibt es in Kuba 1.250 „politische Gefangene und Gewissensgefangene“. Diese Zahl umfasst jedoch mehrere Kategorien:

  • 738 Menschen inhaftiert (Gewissensgefangene)

  • 36 zusätzliche politische Gefangene mit Freiheitsentzug

  • 476 Personen mit Einschränkungen außerhalb des Gefängnisses (Hausarrest oder andere Beschränkungen)

Si man nur die Personen berücksichtigt, die tatsächlich inhaftiert sind, sink die Zahl auf 774 Personen.

Por sua parte, Justicia 11J berichtet derzeit von “mindestens 775 Personen, die aus politischen Gründen inhaftiert sind”, eine Zahl, die die Organisation als konstant aktualisierten Unterbericht definiert.

In vergleichbaren Begriffen stimmen beide Organisationen praktisch überein: 774 gegenüber 775.

Cubalex: Eine andere Art, die Repression zu messen

Im Gegensatz zu den vorherigen veröffentlicht Cubalex keinen aktualisierten nationalen Zähler. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die juristische Überprüfung konkreter Fälle, insbesondere zu Entlassungen und Strafverfahren.

Unter ihren neuesten Daten stechen hervor:

  • 21 freigelassene Personen im März 2026 überprüft

  • 26 bestätigte Fälle im April 2026

  • 205 Personen, die von politischen Sanktionen im Rahmen des Entlassungsprozesses im Jahr 2025 betroffen sind

  • Mindestens 7, die wieder ins Gefängnis geschickt wurden

Die Organisation behauptet, dass „Hunderte“ von Kubanern aus politischen Gründen weiterhin inhaftiert sind, obwohl sie keine konsolidierte Gesamtzahl in Echtzeit anbietet.

Warum die Zahlen widersprüchlich erscheinen

Der Unterschied zwischen den Zahlen ist nicht unbedingt auf Fehler zurückzuführen, sondern auf unterschiedliche Methoden und Messuniversen.

Prisoners Defenders umfasst in seiner Zählung sowohl inhaftierte Personen als auch solche, die unter gerichtlicher Kontrolle außerhalb des Gefängnisses stehen. Im Gegensatz dazu beschränkt Justicia 11J ihre Hauptzahl auf diejenigen, die derzeit hinter Gittern sind.

Wenn man nur die Fälle der tatsächlichen Freiheitsentziehung vergleicht, konvergieren die Zahlen fast exakt.

Cubalex hingegen verfolgt einen anderen Ansatz: Anstatt eine globale Zahl anzubieten, dokumentiert sie repressive Muster und validiert spezifische Fälle auf der Grundlage von juristischen Beweisen und direkten Zeugenaussagen.

Wie arbeiten diese Organisationen?

Prisoners Defenders analysiert jeden Fall mit Spezialisten für internationales Strafrecht und wendet strenge Validierungskriterien an. Ihre Liste gilt als restriktiv, schließt jedoch auch Personen ein, die außerhalb des Gefängnisses Einschränkungen ihrer Freiheit unterliegen.

Justicia 11J stützt sich auf multiple Quellen —Familienangehörige, Aktivisten, soziale Netzwerke und rechtliche Dokumente— und erkennt ausdrücklich die Existenz von Untererfassung an. Ihre Methodologie priorisiert die doppelte Überprüfung und einen konservativen Ansatz.

Cubalex kombiniert rechtliche Analysen, Überprüfung von Gerichtsdokumenten und Überwachung von Bürgerbeschwerden. Die Organisation betont, dass der Status eines politischen Gefangenen von der Motivation der Bestrafung abhängt, nicht von dem vorgeworfenen Verbrechen.

Eine Zahl im Zentrum des internationalen Drucks

Die Übereinstimmung über etwa 775 Personen, die derzeit aus politischen Gründen inhaftiert sind, verstärkt den Druck der internationalen Forderungen an das kubanische Regime.

In einem Kontext tiefgreifender wirtschaftlicher Krisen und zunehmenden externen Drucks ist die Freilassung dieser Gefangenen zu einer entscheidenden Bedingung in den laufenden Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten geworden.

Más hin den methodologischen Unterschieden müssen all diese Zahlen als Schätzungen verstanden werden, die auf den Fällen basieren, die diese Organisationen dokumentieren und verifizieren konnten, in einem Kontext, in dem der kubanische Staat keine offiziellen oder transparenten Daten über politische Gefangene veröffentlicht. Dies bedeutet, dass die tatsächliche Zahl höher sein könnte.

Außerdem betonen Juristen und Organisationen wie Cubalex, dass der Status eines politischen Gefangenen nicht von der ihm vorgeworfenen Straftat oder dem formalen Urteil abhängt, sondern von der Art des bestraften Verhaltens.

Wenn das Strafsystem genutzt wird, um die Ausübung grundlegender Rechte zu unterdrücken, handelt es sich um einen Fall politischer Verfolgung, unabhängig von der rechtlichen Einstufung, die das Regime verwendet.

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Iván León

Abschluss in Journalismus. Master in Diplomatie und Internationale Beziehungen an der Diplomatischen Schule Madrid. Master in Internationale Beziehungen und Europäische Integration an der UAB.