Der kubanische Stylist Rafael, bekannt auf Instagram als "Rafael Hairdresser", hat ein Reel veröffentlicht, das sich an Unternehmer und Eigentümer von Privatunternehmen in Kuba richtet, in dem er ihnen versichert, dass ihre Schwierigkeiten nicht ihre Schuld sind, sondern das Resultat der strukturellen Krise, die das Land erdrückt.
Rafael sendet eine direkte Nachricht: "Du machst nichts falsch. Du bewirbst, du bietest Angebote an, du postest auf Instagram, auf Facebook. Das Problem ist die Krise."
Der Stylist nennt ungeschönt die Probleme, mit denen die Geschäfte auf der Insel konfrontiert sind: "Es gibt keinen Tourismus, keine Devisen, keine Gewinne, es herrscht Angst, Wasser und Strom sind knapp, es gibt kein Essen, die Preise steigen, der Dollar wird täglich teurer und von den Euro ganz zu schweigen."
Sein Urteil ist eindeutig: "Du hast nicht das Problem, das Problem hat das Land, und infolgedessen verursacht es ein Problem für dich als privates Unternehmen in Kuba."
Rafael erkennt auch die historische Dimension der Krise an: "Damit sich die Dinge verbessern, müssen sie zuerst richtig schlecht werden. Seit 60 Jahren geht es uns nicht gut, aber es ging uns ein wenig besser und wir wussten es nicht."
Angesichts dieses Szenarios schlägt der Stylist eine Überlebensstrategie vor, die auf Qualität und Kundenbindung basiert.
"Ich vertraue auf die älteste Strategie, die es gibt, das Mund-zu-Mund-Propaganda. Sie machen Ihre Arbeit gut, wie Sie es tun sollten, und man wird Sie immer weiterempfehlen."
Advise außerdem gegen die Versuchung, in schwierigen Zeiten Kunden auszunutzen: "Versuche niemals, einen Kunden zu gewinnen, ihm alles herauszupressen und wenn du ihn nicht wieder siehst, ist es egal, denn er hat bereits deinen Service konsumiert. Das ist nicht der richtige Weg. Der richtige Weg ist, Kundenbindung zu schaffen."
Der Schluss des Videos ist ein Aufruf zur Ruhe: „Du machst alles richtig. Du tust alles, was in deiner Macht steht. Dein Geschäft ist nicht schuld. Die Schuld liegt bei der Krise. Die Krise können wir nicht allein, oder zu zweit, oder zu dritt beheben, denn sie hängt von einem ganzen Land ab.“
Die Botschaft hallte unter seinen Anhängern wider, die mit Applaus und unterstützenden Kommentaren reagierten. "Klarer als Wasser", schrieb einer.
Otro fasste das kollektive Gefühl in einem Satz zusammen, den auch Rafael im Reel verwendet: "Damit die Dinge gut werden, müssen sie zunächst richtig schlecht sein."
Eine Anhängerin war direkter: "Natürlich muss sich etwas ändern, die Regierung, ich bin verrückt danach, dass sich alles ändert, um wieder das Lächeln der Kubaner auf ihren Gesichtern zu sehen und ein Cuba, das wohlhabend und gesegnet ist."
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