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Eine Veröffentlichung von der Seite Facebook Las Cosas de Fernanda hat die Alarmglocken über die Wasserkrise in Cienfuegos läuten lassen, indem sie berichtete, dass in der Calzada de Dolores – zwischen Odónes und der Haltestelle der Autos – die Versorgung unter unhygienischen Bedingungen erfolgt, mit dem Vorhandensein von Schlamm und schlechten Gerüchen, angeblich aufgrund einer Überschneidung zwischen den Leitungen für Trinkwasser und dem Regenwasserabflusssystem.
„Das Wasser kommt nicht als Erleichterung, sondern als Bedrohung“, warnt der Text, der beschreibt, wie „das, was ein Grunddienst sein sollte, sich in einen fauligen Matsch verwandelt hat, der die Straßen und die Versorgung überflutet“. Laut der Veröffentlichung sei das Problem nicht einmalig: „Alles deutet darauf hin, dass es eine Verbindung zwischen der Trinkwasserversorgung und den Regenwasserkanälen gibt“, eine Situation, die Anwohner wiederholt gemeldet haben, ohne eine Antwort zu erhalten.
Die Botschaft warnt auch vor möglichen gesundheitlichen Konsequenzen. „Verschiedene Bewohner leiden bereits unter Durchfall und Beschwerden, die ihre Gesundheit gefährden“, heißt es in dem Beitrag, der darauf hinweist, dass diese Beschwerden möglicherweise mit dem Konsum von kontaminiertem Wasser oder der ständigen Exposition gegenüber unsanierten Orten verbunden sein könnten.
Hinzu kommt die Beschwerde über institutionelles Versagen. „Die Anwohner haben sich Gehör verschafft, sie haben die zuständigen Stellen auf die Situation aufmerksam gemacht, aber niemand reagiert“, heißt es in der Veröffentlichung, die den Kontrast zwischen der Schwere des Problems und dem Mangel an Antworten seitens des Aquädukts und der Abwasserentsorgung in Cienfuegos betont.
Der Text betont, dass es sich nicht nur um einen technischen Fehler handelt, sondern um ein Problem mit direkten Auswirkungen auf das Alltagsleben: „Jeder Tag, der ohne Lösung verstreicht, ist eine ungerechte Strafe für diejenigen, die keine andere Wahl haben, als mit der Gefahr zu leben.“
Die Reaktionen auf die Veröffentlichung zeigen eine weitreichende und anhaltende Krise, die von der Verzweiflung derjenigen geprägt ist, die seit Tagen —und sogar Wochen— keinen Zugang zu Wasser haben. „Ich habe seit mehr als acht Tagen kein Wasser und habe ein kleines Kind“, berichtete eine Nutzerin, während eine andere versicherte, dass in ihrem Gebäude „seit über 15 Tagen“ der Service ausbleibe. Zu diesen Beschwerden kommen kritische Stimmen zu den unregelmäßigen Verteilzeiten, die in der Praxis viele ohne echte Möglichkeit lassen, sich mit Wasser einzudecken.
Die gesundheitliche Situation hat auch bei den Kommentatoren große Besorgnis ausgelöst, die die Versorgung unter sehr schlechten Bedingungen beschreiben. Von Rodas meldete eine Internautin, dass das Wasser “direkt aus dem Fluss Jabacoa kommt, schmutzig, es ist Schlamm”, während in anderen Gebieten unangenehme Gerüche berichtet werden: “es kommt manchmal mit Uringeruch”, warnte eine weitere Anwohnerin. Diese Beschwerden verstärken das Gefühl eines wachsenden Risikos für die Gesundheit, insbesondere in vulnerablen Gemeinschaften.
Die schärfsten Kritiken richteten sich sowohl gegen das staatliche Management als auch gegen die Ungleichheiten beim Zugang zu diesem Gut. „Seit 17 Jahren kommt in meinem Viertel kein Wasser an“, erklärte ein Nutzer und verdeutlichte damit die strukturelle Natur des Problems. In ähnlichem Sinne hob ein weiterer Kommentar eine der sensibelsten Beschwerden hervor: „Das Wasser in den Hotels fließt nicht so… die Regierung tötet das Volk langsam“, in Bezug auf das, was sie als privilegierte Behandlung des Tourismussektors im Vergleich zu den Grundbedürfnissen der Bevölkerung ansehen.
Es gab auch direkte Aufforderungen an die Behörden, wobei Nutzer die Provinzregierung von Cienfuegos taggten und Verantwortung forderten: „Sie müssen diejenigen sein, die von ihren Positionen aus die Maßnahmen dieser Unternehmen einfordern.“ Dennoch zeigt sich neben diesen institutionellen Forderungen eine tiefe Frustration der Bürger über das Ausbleiben von Antworten, verstärkt durch interne Managementprobleme wie unreparierte Leckagen. „Es ist ein Verbrechen, dieses Wasser die Straße hinunter fließen zu sehen“, beklagte eine weitere Nutzerin und wies auf den Kontrast zwischen Verschwendung und extremer Knappheit in anderen Gebieten hin.
Insgesamt zeichnen die Kommentare ein Bild zunehmender Empörung, in dem die Wassermangel, die schlechte Qualität des Wassers und das Gefühl der institutionellen Vernachlässigung zusammenkommen, um eine der drängendsten Sorgen der Bevölkerung zu gestalten.
Die Prekarität des Wasserdienstes in der Provinz zieht seit Jahren Beschwerden nach sich. Erst im Juli 2025 wurde bekannt, dass über 100 Familien im Stadtteil Lagunilla seit sieben Jahren keinen Zugang zu Trinkwasser hatten, eine Situation, die die lokalen Behörden trotz wiederholter Beschwerden der Betroffenen nicht gelöst hatten.
Die marode Infrastruktur verschärft das Problem. Im Oktober 2025 wurde berichtet, dass eine defekte Armatur an der Kreuzung von Santa Elena und Cuartel seit Monaten Wasser verschwendete, ohne dass jemand sie reparierte, was auf das Fehlen einer systematischen Wartung der Netzwerke hinweist.
Auf nationaler Ebene ist die Lage nicht besser. Aktuelle Daten zeigen, dass nur 135 von 480 Pumpstationen an geschützten Stromkreisen angeschlossen sind, was bedeutet, dass die häufigen Stromausfälle Hunderttausende von Kubanern ohne Wasser lassen und eine bereits strukturelle Krise verschärfen. Diese Krise ist nicht ausschließlich auf Cienfuegos beschränkt: auf nationaler Ebene hat die Bereitstellung von Trinkwasser Jahrzehnte der Verschlechterung, unzureichenden Investitionen und mangelhafter Verwaltung hinter sich.
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