Der kubanische Influencer Lino García, bekannt als El Creador Cubano, veröffentlichte ein Video auf Instagram, in dem er an eine Bushaltestelle in Havanna kommt, drei Personen einlädt, in sein Auto einzusteigen, und sie kostenlos mitnimmt, mitten in der schweren Verkehrskrise, die die Insel plagt.
García erklärt die Situation, mit der die Kubaner täglich konfrontiert sind: „Tagsüber verlangen sie tausend Pesos, aber nachts verlangen sie tausendfünfhundert. Für gewöhnliche Kubaner ist es unmöglich, ein Transportmittel zu benutzen. Es gibt keine Menschen, die das ertragen können.“
Der Influencer gibt auch zweitausend kubanische Pesos an eine Person, die ihm gesteht, Geld zum Essen zu benötigen. „Was brauchst du, Papa? Etwas Geld. Das sind mehr, das sind zweitausend Pesos, in Ordnung? Das ist perfekt, gut zum Essen“, ist im Video zu hören.
Eine der Personen, die mit ihm reist, reagiert mit Erstaunen: „Nein, das macht doch niemand. Es ist unmöglich, dass jemand sein Touristauto für solche Reisen leiht.“
In der Beschreibung des Beitrags schrieb García: «Um meinen Landsleuten zu helfen, verbrachte ich 70 % meiner Zeit in Kuba damit, ihnen zu helfen, den Rest, um bei meiner Familie zu sein.»
El Video ist Teil einer Krise im öffentlichen Verkehr in Kuba, die in der jüngeren Vergangenheit ohne Vergleich ist. Der staatliche Personenverkehr ging zwischen Januar und September 2025 um 93% zurück, da Routen aufgrund von Kraftstoffmangel ausgesetzt wurden.
In Havanna sind die Boteros praktisch die einzige Alternative für Millionen von Menschen, aber das Benzin auf dem informellen Markt kostet 4.000 kubanische Pesos pro Liter, was dazu zwingt, Preise weit über den offiziellen Obergrenzen zu verlangen.
Die Regierung reagierte im März mit Strafen von bis zu 24.000 Pesos für Transportunternehmer, was das verfügbare Angebot weiter verringerte.
Das durchschnittliche Gehalt in Kuba liegt bei etwa 4.000 bis 5.000 Pesos monatlich, was eine nächtliche Reise von 1.500 Pesos zu einer verheerenden Ausgabe für die meisten Familien macht.
Eine aktuelle Veröffentlichung über die Kosten einer Reise in Havanna veranschaulicht, wie unerschwinglich der Transport geworden ist.
Die Geste von García reiht sich in eine wachsende Tendenz unter kubanischen Influencern der Diaspora ein, die während ihrer Besuche auf der Insel solidarische Aktionen dokumentieren.
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