Ein geheimes US-Militärflugzeug mit dem CIA-Direktor landet in Kuba

Ein SAM554 C-40B Clipper der US-Luftwaffe landete am Donnerstag in Havanna, nachdem er von der Andrews Air Force Base gekommen war, im zweiten offiziellen Flug seit 2016.



Regierungsflugzeug der USA (Referenzbild)Foto © JetPhotos (mit KI bearbeitet)

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Ein VIP-Transportflugzeug der Luftwaffe der Vereinigten Staaten landete an diesem Donnerstag in Havanna, kommend von der Joint Base Andrews, der wichtigsten Regierungsflugbasis in Washington. Dies stellt den zweiten offiziell bekannten US-Flug dar, der seit 2016 kubanischen Boden berührt.

Aktualisierung: Stunden nachdem die Landung des Fluges SAM554 in Havanna gemeldet wurde, bestätigte das kubanische Regime, dass in diesem Flugzeug eine US-Präsidenten delegation unter der Leitung des CIA-Direktors, John Ratcliffe, ankam. Laut einer offiziellen Mitteilung des Kommunistischen Partei Kubas führte Ratcliffe ein geheimes Treffen mit hochrangigen Beamten des Innenministeriums (MININT) durch, was einen der hochrangigsten Kontakte zwischen Washington und Havanna seit Jahrzehnten darstellt. Der Besuch bestätigt, dass das Boeing C-40B Clipper, das von der Joint Base Andrews kam, für eine offizielle Mission genutzt wurde, die direkt mit dem Weißen Haus und der US-Geheimdienstgemeinschaft verbunden ist.

Der Flug, identifiziert als SAM554 und betrieben von einem Boeing C-40B Clipper mit der Luftfahrzeugkennung 01-0040 der US-Luftwaffe, landete um etwa 13:00 UTC am internationalen Flughafen José Martí.

Según den veröffentlichten Tracking-Daten des spezialisierten Kontos @LatAmMilMVMTs auf X, hatte das Flugzeug vorgesehen, nach einem Zwischenstopp in der kubanischen Hauptstadt zur MacDill Air Force Base in Tampa, Florida, weiterzufliegen.

Der Prefix SAM steht für „Special Air Mission“ (Sonderluftmission), eine Bezeichnung, die für Hochrangige Flüge der US-Regierung reserviert ist.

Der C-40B Clipper ist eine militarisierte Version des Boeing 737-700, die ausschließlich für den Transport von Staatssekretären, hohen Militärs, Pentagon-Mitarbeitern und diplomatischen Delegationen genutzt wird.

Ruta des Fluges / @LatAmMilMVMTs in X

Die Joint Base Andrews, die sich in Maryland befindet, ist dieselbe Basis, von der aus das Air Force One operiert.

Die Konto @Flightwatcher1, das den Flug in Echtzeit verfolgte, begleitete die Nachricht mit einer absichtsvollen Frage über den Zweck dieser Reise nach Kuba: „Sollte über die 'Hilfe' diskutiert werden?“.

Zufälligerweise hat das kubanische Regime an diesem Donnerstag seine Haltung bezüglich des Angebots von 100 Millionen Dollar an humanitärer Hilfe, das von den Vereinigten Staaten vorgeschlagen wurde, gelockert und versichert, dass es bereit sei, „die Merkmale des Angebots zu hören“.

Die Situation gewinnt an Gewicht im Kontext der Beziehungen zwischen beiden Ländern in dieser Woche. Am 12. Mai veröffentlichte Präsident Donald Trump in seinem sozialen Netzwerk, dass „Kuba um Hilfe bittet, und wir werden darüber sprechen!“, wenige Stunden bevor er nach China reiste.

Ein Tag später, am 13. Mai, erklärte der Regierungschef Miguel Díaz-Canel, dass man „immer bereit zum Dialog“ sei, inmitten der schlimmsten Energiekrise, die die Insel durchläuft.

Dieser Flug kommt nur einen Monat nach dem ersten direkten Vorfall. Am 10. April führte eine Delegation des Außenministeriums, die vom Sekretär Marco Rubio beaufsichtigt wurde, den ersten Besuch eines offiziellen amerikanischen Flugzeugs in Kuba seit 2016 durch.

Die geheime Sitzung umfasste stellvertretende Sekretäre des Außenministeriums und kubanische Staatssekretäre und behandelte Themen wie die Freilassung politischer Gefangener, die Eröffnung des Internets über Starlink und die Präsenz ausländischer Gruppen auf der Insel.

Im Einklang mit diesen diplomatischen Kontakten hat die Trump-Administration eine Politik des maximalen Drucks aufrechterhalten: mehr als 240 Sanktionen gegen Kuba seit Januar 2026, die Abfangung von mindestens sieben Tankern auf dem Weg zur Insel und mindestens 25 militärische Überwachungsflüge in der Nähe ihrer Küsten mit Flugzeugen wie dem P-8A Poseidon und dem RC-135V Rivet Joint.

Niente von beiden Seiten hat offiziell den Zweck oder den Inhalt des Besuchs an diesem Donnerstag bestätigt, aber das kubanische Regime hatte das Treffen im April bereits als „respektvoll und professionell“ beschrieben, so Alejandro García del Toro, stellvertretender Generaldirektor für die Vereinigten Staaten im Außenministerium.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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