Der Botschaft, die der Direktor der CIA, John Ratcliffe, am 15. Mai nach Havanna brachte, war eindeutig: Kuba muss grundlegende Veränderungen durchführen, bevor sich ein «Fenster der Gelegenheit» schließt, und das amerikanische Angebot wird nicht unbegrenzt offen bleiben.
Así analysierte der Journalist Miguel Cossío, der in Miami lebt, in Aussagen, die die politische Bedeutung von dem geheimen Treffen zwischen der CIA und kubanischen Beamten vertiefen.
„Die Botschaft von John Ratcliffe, die die CIA anschließend bekannt gab, ist sehr einfach: Sie müssen grundlegende Veränderungen vornehmen, bevor sich ein Fenster schließt“, fasste Cossío zusammen.
Der Journalist betonte, wie das kubanische Regime das Treffen vor seiner eigenen Presse darstellte: als eine Zusammenkunft, die „auf Anforderung der Vereinigten Staaten“ stattfand.
Für Cossío offenbart diese Erzählung die defensive Haltung Havannas. „Ich bin das Problem, aber du bist derjenige, der um das Treffen gebeten hat“, ironisierte er und paraphrasierte die implizite Botschaft der kubanischen Regierung an ihr internes Publikum.
Del cubanischen Seite nahmen der Minister des Innern Lázaro Alberto Álvarez Casas, der Brigadegeneral Ramón Romero Curbelo —Leiter der Direktion für Geheimdienst des MININT— und Raúl Guillermo Rodríguez Castro, bekannt als «El Cangrejo», Enkel von Raúl Castro, teil.
Die Sitzung wurde, so die offizielle kubanische Mitteilung, von „der hohen Führung des Landes“ genehmigt.
Laut Cossío war die grundlegende Botschaft, die Ratcliffe seinen Gesprächspartnern übermittelt hätte, unmissverständlich: Washington führt aktive Ermittlungen und kennt die Operationen des Regimes im Detail.
„Wir haben viele laufende Untersuchungen. Das wissen wir genau: was sich bewegt, wer unsere wirklichen Feinde sind, wem ihr Zuflucht gewährt habt“, paraphrasierte der Journalist.
Unter den Aktivitäten, die die USA dem kubanischen Regime zuschreiben, erwähnte Cossío Betrug an Medicare, Geldwäsche und Menschenhandel, sowie den Drogenhandel in der Vergangenheit.
Aber die zentrale Sorge Washingtons, so der Analyst, geht darüber hinaus: Es sind die Operationen von China und Russland auf kubanischem Territorium und der Schutz, den die Insel amerikanischen Justizflüchtlingen bietet.
„Ich spreche nicht nur von den Flüchtlingen vor der amerikanischen Justiz, die in Kuba Zuflucht gesucht haben, sondern auch von den Aktivitäten Chinas und Russlands auf kubanischem Gebiet, was den Vereinigten Staaten tatsächlich Sorgen bereitet“, betonte Cossío.
Der Journalist erklärte auch, warum die CIA beschlossen hat, die Fotos des Treffens zu veröffentlichen, was in solchen Operationen ungewöhnlich ist. Cossío ist der Ansicht, dass das Enthüllen des Gesichts des kubanischen Geheimdienstchefs ein bewusstes Signal war: Washington weiß genau, mit wem es es zu tun hat. «John Ratcliffe hat kein Problem damit, in irgendeinem Foto zu erscheinen oder durch einen Flur des Kapitols zu gehen», merkte er an.
Cossío war der erste, der Romero Curbelo öffentlich aus dem Exil identifizierte. Er hat ihn als Nummer 10 in seiner „kastroistischen Spielkarten“ katalogisiert, einem Kartenspiel, das 2021 – nach den Protesten vom 11. Juli – erstellt wurde, um die Gesichter der Macht in Kuba bekannt zu machen, inspiriert von dem, das die USA 2003 mit dem Regime von Saddam Hussein verwendeten.
Über die tatsächliche Fähigkeit des kubanischen Geheimdienstes äußerte sich Cossío präzise: „Die Technologie hat die Aktivitäten des Geheimdienstes bei weitem überholt. Kuba ist dabei sehr zurückgeblieben. Trotzdem stellt es heute keine militärische Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar, sondern vielmehr eine Bedrohung für die Nachrichtendienste und die nationale Sicherheit.“
Der Analyst wies außerdem darauf hin, dass das Südkommando seit Februar dieses Jahres die Flüge zur elektronischen Informationssammlung und Überwachung über der Insel intensiviert hat, was die Einschätzung bestätigt, dass der Druck aus Washington auf Kuba nicht nur diplomatischer Natur ist, sondern auch auf aktiver Geheimdienstarbeit basiert.
Die Sitzung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem das Regime sechs gleichzeitige Krisen durchlebt, darunter eine schwere Energiekrise, die im März 2026 zu zwei totalen Zusammenbrüchen des nationalen Stromsystems führte, sowie eine wirtschaftliche Krise ohne sichtbaren Ausweg.
Das Fenster, das Ratcliffe erwähnte, wird laut Cossío nicht für immer offen sein.
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