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Die Ankunft eines Reinigungsfahrzeugs für Kleinkläranlagen, das einem Kubaner gehört, in Hialeah ist zu einem viralen Phänomen geworden.
Der Grund: sein Besitzer entschied sich, die Gesichter von Fidel Castro, Raúl Castro und Miguel Díaz-Canel auf dem Tank abzubilden, begleitet von der Nachricht "SOLO SE CARGA MIERDA".
Der Autor dieser geniale Idee ist Roberto Hernández, Inhaber der RHL Group Construction Corp., einem Unternehmen mit Sitz in Lehigh Acres, Landkreis Lee, das sich auf die Reparatur von Immobilien, den Bau von Schwimmbädern und die Reinigung von Kläranlagen spezialisiert hat.
Die Idee des umstrittenen Designs entstand fast zufällig während des Treffens, in dem das Logo des Fahrzeugs beschlossen wurde: Ein Freund schlug vor, die Bilder der drei Führer der kubanischen Diktatur anzubringen, und der Vorschlag fand sofort Anklang.
"Das entstand als Scherz am Tag der Gestaltung des Lastwagens. Ich beschloss, ihm nur das draufzuschreiben... na ja, was da steht, Mist", erklärte Hernández dem Journalisten Yusnaby Pérez von Telemundo 51.
Laut seiner Aussage hat das Fahrzeug auf der Straße für Aufsehen gesorgt: "Die Menschen grüßen mich, beglückwünschen mich, unterstützen mich, hupen, steigen aus, machen Fotos... Es ist verrückt", berichtete er.
Für diesen kubanischen Unternehmer, der in Florida lebt, war die Wahl dieser Gesichter nicht willkürlich: "Wir haben die gewählt, die uns wirklich weh tun", betonte er.
Hernández ist sich bewusst, dass das Design eine tiefe emotionale Bedeutung für die gesamte kubanische Exilgemeinschaft hat: "Es wurde mit dem Schmerz geschaffen, den ich als Kubaner empfunden habe, und den alle Kubaner hier in Florida, aus Kuba und aus der ganzen Welt im Blut haben."
Der Lastwagen wurde im vergangenen April erstmals viral, durch ein Video, das von der Nutzerin Elizabet Lopez auf TikTok veröffentlicht wurde und über 186.000 Aufrufe erzielt hat.
Ein Monat später begann das Fahrzeug, durch die Straßen von Hialeah, dem Herzen des kubanischen Exils in Florida, zu fahren, wo die Reaktion der Gemeinschaft sofort und enthusiastisch war.
Fußgänger und Autofahrer bleiben stehen, machen Fotos, bitten um Erlaubnis, Videos zu drehen, grüßen und hupen zur Unterstützung, jedes Mal wenn der Truck in die Szene kommt.
Hialeah hat eine Bevölkerung von etwa 225.000 Einwohnern, von denen 74,2 % kubanischer Herkunft sind. Dies macht die Stadt zu einem der wichtigsten Bastionen des Exils in den Vereinigten Staaten.
Die viszerale und direkte Werbung kanalisiert nicht nur das kollektive Gefühl einer Gemeinschaft, die von Jahrzehnten der Unterdrückung geprägt ist, sondern führte laut Hernández auch zu einem durchschlagenden kommerziellen Erfolg für das Unternehmen.
Der Reel, der auf Facebook von Yusnaby Pérez über den Lastwagen veröffentlicht wurde, hat über 102.000 Aufrufe gesammelt und dem Phänomen eine neue mediale Dimension verliehen.
Der Fall der RHL Group Construction reiht sich in eine lange Tradition des politischen Humors des kubanischen Exils in Florida ein, wo Satire als eine Form des kulturellen und identitären Widerstands gegen das Regime fungiert.
„Das ist das Gefühl aller Kubaner, das Leid und der Schmerz so vieler Jahre der Unterdrückung, Diktatur, wie auch immer man es nennen mag“, schloss Hernández.
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