Die kubanische Content-Erstellerin Sisi Aguilera veröffentlichte ein Video auf Facebook, das die Frustration von Millionen von Einwohnern der Insel über die Stromausfälle zusammenfasst, die mehr als 20 Stunden am Tag andauern.
„Seit gestern, meine Herren, haben wir keinen Strom. Heute Morgen hatten wir ihn kurz, und dann war er auch schon wieder weg. Es bleibt keine Zeit zum Kochen, zum Laden des Telefons oder zum Ausruhen. Das Volk leidet. Und ehrlich gesagt, ich habe das Gefühl, dass wir langsam am Limit sind“, sagte er.
Das Zeugnis fasst eine Realität zusammen, die das kubanische Regime weder verbergen noch lösen konnte.
Die Elektrokrise hat im Mai 2026 historische Ausmaße erreicht. Am 13. Mai wurde ein Rekorddefizit von 2,153 MW zur Spitzenzeit verzeichnet.
Drei Tage später, am 16. Mai, erreichte die maximale Beeinträchtigung um 21:10 Uhr 2.041 MW und ließ 51% des Landes gleichzeitig ohne Strom.
Miguel Díaz-Canel führte die Krise auf die „genozidale Energieblockade“ der Vereinigten Staaten zurück und entbließ damit die Verantwortung für 67 Jahre diktatorischer Herrschaft, die die kubanische Elektrizitätsinfrastruktur an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hat.
Die Verzweiflung hat begonnen, sich in Proteste umzusetzen. Am 12. Mai brach in Luyanó, Havanna, ein Kochtopf-Demo aus, und am folgenden Tag zogen die Bewohner von Reparto Bahía auf die Straßen mit dem Slogan «Nieder mit der Diktatur!». In allen Stadtteilen der Hauptstadt wurden Demonstrationen gemeldet.
Das Video von Sisi Aguilera spiegelt eine Bürger-Toleranzschwelle wider, die im gleichen Tempo erschöpft ist wie die Treibstoffreserven des Regimes.
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