Empörend! Eine Kubanerin bezahlt 2.500 Pesos nur für sieben Hähnchenschenkel

Eine Kubanerin zeigte in einem Video eine Tasche mit 7 Hähnchenkeulen für 2.500 Pesos, was mehr als ein Drittel des monatlichen Durchschnittsgehalts in Kuba ausmacht.



Cubana kauft Hähnchen.Foto © Captura de Video/Facebook/Sisi Aguilera

Eine Kubanerin mit dem Namen Sisi Aguilera zeigte in einem Video, das auf Facebook veröffentlicht wurde, wie viel heute eine kleine Tüte Hähnchenschenkel in Kuba kostet: 2.500 Pesos für nur sieben Stück.

„In meinem Haus sind wir zu zweit, also könnte es vielleicht für drei kleine Mahlzeiten reichen“, erzählte die Frau im Video.

Aguilera erklärte, dass sie sofort losgerannt sei, um das kleine Paket zu kaufen, sobald sie von der Verfügbarkeit erfuhr, da die großen Pakete für die meisten Kubaner bereits unerschwinglich seien. „Die großen Pakete kann man sich schon nicht mehr leisten“, bedauerte sie.

Die Einkaufstour, die dokumentiert wurde, spiegelt den dramatischen Anstieg der Lebensmittelpreise auf der Insel wider: Kartoffeln zu 190 Peso pro Pfund, eine Ananas zu 450 Peso, eine Hand reifer Bananen zwischen 300 und 350 Peso und einige Zwiebeln – die, wie gesagt wurde, „kaum ein Pfund ergeben werden“ – für 150 Peso.

„Wir können nicht einmal Obst kaufen“, fasste sie frustriert zusammen.

Die Kubanerin hat auch berechnet, was diese Ausgabe für eine durchschnittliche Familie bedeutet. Wenn ein Paket mit sieben Oberschenkeln gerade genug für drei Mahlzeiten für zwei Personen ist, müsste eine Familie es mehrmals pro Woche kaufen. Das würde bedeuten, dass sie monatlich über 25.000 Pesos nur für Hühnchen ausgeben müssten, fast das Vierfache des durchschnittlichen staatlichen Gehalts.

Laut Angaben des Nationalen Büros für Statistik und Information (ONEI), die im April 2026 veröffentlicht wurden, beträgt das durchschnittliche Gehalt in Kuba 6.930 Pesos pro Monat, was etwa 13 Dollar zum informellen Wechselkurs entspricht. In der Praxis verbraucht eine Tüte mit sieben Hähnchenschenkeln mehr als ein Drittel des monatlichen Lohns eines durchschnittlichen Arbeitnehmers.

Das Zeugnis von Sisi Aguilera spiegelt eine neuerlich sich verschärfende Lebensmittelkrise in Kuba wider. Das Food Monitor Program warnte im April 2026, dass 96,91 % der Bevölkerung keinen angemessenen Zugang zu Nahrungsmitteln hatten, bedingt durch die Inflation und den Rückgang der Kaufkraft.

Ähnliche Fälle wiederholen sich auf der gesamten Insel. Eine Kubanerin in Santiago de Cuba enthüllte, dass sie 45.700 Pesos in nur einem Monat für Lebensmittel ausgegeben hat, was dem Equivalent von mehr als sechs Durchschnittsgehältern entspricht. Währenddessen wurde in Ciego de Ávila halb ein Kilo Milchpulver für 2.333 Pesos verkauft, was nahezu einem Drittel des durchschnittlichen monatlichen Gehalts entspricht.

In den letzten Wochen haben sich auch die Bilder von Personen, die im Müll nach Essen suchen in Städten wie Havanna und Santiago de Cuba vermehrt. Darunter sind auch ältere Menschen und Kinder. Die UNO versucht, zwei Millionen Kubaner durch einen humanitären Plan zu unterstützen, der bis Mai 2026 erst weniger als ein Drittel der erforderlichen Finanzierung erhalten hatte.

Sisi Aguilera schloss ihr Video mit einer Reflexion, die die Realität von Millionen kubanischer Familien zusammenfasst:

Die traurige Realität ist, dass die Nahrung der Kubaner jeden Tag grundlegender wird. Wir ernähren uns ziemlich schlecht, weil die Preise weiterhin steigen und der Kubaner, mit seinem Gehalt und dem, was er Tag für Tag beschafft, seine Küche nicht mit dem Notwendigen versorgen kann, um seine Familie gut zu ernähren.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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