Die harten Worte der ehemaligen Präsidentin der UPEC von Matanzas: „In Kuba leiden viele Menschen unter Hunger.“

Yirmara Torres Hernández stellte klar, dass es sich um einen grundlegenden Hunger handelt, „Hunger nach Brot, Milch, Reis, Bohnen, nach Proteinen jeder Art“, sogar nach dem „Ei, das es nicht gibt und wenn es erscheint, teurer ist als ein Rindersteak“.


Yirmara Torres Hernández, ehemalige Präsidentin der Union der Journalisten von Kuba (UPEC) in Matanzas, veröffentlichte ein kraftvolles und berührendes Zeugnis über die sozialen Medien, in dem sie die extreme Dünnheit und die Lebensmittelkrise anprangert, die die Bevölkerung der Insel belasten.

In einem gefühlvollen Text erklärte Torres, der schon früher die Diktatur kritisiert hat, auf Facebook: „In Kuba leiden viele Menschen unter Hunger. Hunger ja, HUNGER“.

Facebook-Beitrag/Yirmara Torres Hernández

Die Kommunikatorin berichtete, dass sie in den letzten Wochen Menschen wiedergetroffen hat, die sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen hatte, und was sie am meisten beeindruckt hat, ist die extreme Dünnheit bei bekannten und geliebten Gesichtern. „Diese Dünnheit hat nichts mit Diäten oder Krankheiten zu tun. Sie hat nur eine Ursache: Hunger“, schrieb diejenige, die 2023 ihr früheres Amt niederlegte.

Grundbedürfnis, nicht von Feinheiten

Auch stellte er klar, dass es sich um einen Hunger im elementaren Sinne handelt, „Hunger nach Brot, Milch, Reis, Bohnen, nach Proteinen jeglicher Art“, sogar nach dem „Ei, das es nicht gibt und das, wenn es erscheint, mehr kostet als ein Rindersteak“.

Torres betonte, dass in Kuba, wo Brot zu einem Luxus geworden ist und Schweinefleisch verloren gegangen ist, die Unterernährung Menschen jeden Alters betrifft, von alleinstehenden älteren Menschen bis hin zu jungen Familien mit festen Arbeitsplätzen.

„Enflaquecer… oder enloquecer“

In einer dramatischen Wendung teilte sie ihren persönlichen Kampf mit dem Mangel an Strom und Verbindung, um ihre Gedanken zu veröffentlichen. Sie berichtete, dass ihr Autokorrekturprogramm das Wort „enflaquecer“ in „enloquecer“ änderte und gestand, versucht gewesen zu sein, es so zu belassen, da die extreme Dünnheit, die sie um sich herum beobachtet, ihre Wurzeln in „dem Wahnsinn des Lebens, das wir führen“ hat.

Ein schmerzhafter Vergleich

Die Kommunikatorin rief Bilder ihrer Jugend hervor und erinnerte sich an den „Sonderzeitraum“ in Kuba in den 90er Jahren, als eine Krankheit auftrat, die umgangssprachlich als „very-very“ bekannt wurde, ein Begriff, den die Bevölkerung für schwere Unterernährung verwendete.

Advirtió, dass sie seit einiger Zeit mit Besorgnis ähnliche Symptome in der heutigen Bevölkerung beobachtet und dass die Situation nicht nur die Verwundbarsten betrifft, sondern auch Familien mit relativ stabilen Einkommen.

„In Kuba leiden viele Familien unter Hunger und Not. Sie werden es nicht zugeben wollen, aber es ist so“, betonte er. Laut Torres können sich nur diejenigen, die mehrere Jobs haben, Unterstützung aus dem Ausland oder zusätzliches Einkommen, den „Luxus“ leisten, nicht unter Hunger zu leiden.

Ein Schrei, der nicht ignoriert werden darf

Der Text von Torres Hernández ist nicht nur ein erschütterndes Zeugnis, sondern auch ein dringender Appell an das Bewusstsein. Die Journalistin bedauert, dass viele Menschen zwar im Stillen leiden, andere jedoch bevorzugen, die Realität nicht zu sehen oder sie einfach ignorieren. „Es beunruhigt mich. Aber am meisten schmerzt es, dass es Menschen gibt, die es nicht sehen... oder so tun, als ob sie es nicht sehen“, schloss sie.

Häufige Fragen zur Lebensmittel- und Sozialkrise in Kuba

Was ist die aktuelle Situation der Lebensmittelkrise in Kuba?

Die Ernährungskrise in Kuba ist äußerst schwerwiegend, da die Bevölkerung unter elementarem Hunger, Mangel an Brot, Milch, Reis und grundlegenden Proteinen leidet. Der Mangel an Mehl und anderen notwendigen Gütern verschärft die Situation und betrifft Menschen jeden Alters, von älteren Menschen bis hin zu jungen Familien mit regulären Arbeitsplätzen.

Wie beeinflusst die Energiekrise die kubanische Bevölkerung?

Die Energiekrise in Kuba hat zu häufigen Stromausfällen und einem Mangel an Brennstoffen geführt, was viele Familien zwingt, auf Kohle oder Holz zum Kochen zurückzugreifen. Diese Situation erschwert nicht nur die Zubereitung von Nahrung, sondern gefährdet auch die Sicherheit der Haushalte aufgrund der improvisierten Kochstellen.

Welche Maßnahmen ergreifen die kubanischen Gegner angesichts der Krise?

Opositores wie José Daniel Ferrer sind mit repressiven Maßnahmen des Regimes konfrontiert und fordern internationale Solidarität. Ferrer hat versucht, den Bedürftigsten Lebensmittel und medizinische Versorgung zukommen zu lassen, obwohl er Belästigungen und willkürlichen Festnahmen durch die Behörden ausgesetzt ist.

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