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Der Journalist Mario J. Pentón bestätigte am Montag, dass ihm eine hochrangige interne Quelle bei ETECSA mitgeteilt hat, dass das Unternehmen nicht plant, die kürzlich auferlegte Preiserhöhung für seine Haupt-Telekommunikationsdienste, einschließlich der internationalen Aufladung in Dollar, zurückzunehmen.
In ihrem Beitrag auf Facebook erklärte Pentón, dass die Entscheidung, so die zitierte Quelle, "auf Landesebene getroffen wurde", was bedeutet, dass es sich nicht um eine einfache Geschäftstrategie handelt, sondern um eine von den höchsten Instanzen des kubanischen Regimes unterstützte Politik, trotz des Widerstands der Bürger und der jüngsten Proteste im Hochschulsektor.
Als mögliche Maßnahme zur „Entschädigung“ würde ETECSA eine Flexibilisierung des Nauta Hogar-Dienstes vorbereiten, der einen festen Internetanschluss in Haushalten bietet.
Dennoch funktioniert diese Alternative wie ein Trostpreis ohne echten Einfluss, da die meisten kubanischen Haushalte häufigen Stromausfällen ausgesetzt sind, es an technischen Bedingungen mangelt oder die notwendigen Geräte fehlen, um den Service nutzen zu können.
„Es ist ein weiteres Pflaster für eine Realität, die auseinanderfällt“, fasste Pentón in seinem Beitrag zusammen und verwies auf die Unempfindlichkeit zwischen den Entscheidungen des staatlichen Unternehmens und den tatsächlichen Bedürfnissen des kubanischen Volkes.
Während die Tarife sich verschärfen und der Zugang zum Mobildateninternet dollarisiert wird, versucht ETECSA, diese Maßnahme als technische Zugeständnis darzustellen.
Aber in der Praxis lindert die Flexibilisierung eines für die Mehrheit unzugänglichen Dienstes nicht die Belastung durch die Preiserhöhung, noch löst sie das tiefgreifende Problem der technologischen Ungleichheit im Land.
Kürzlich, inmitten der Kontroversen um die jüngste Preiserhöhung der mobilen Dienste von ETECSA, dem Monopol der Telekommunikation in Kuba, gab das Unternehmen bekannt, dass es eine neue Modalität für den Internetzugang von zu Hause aus einführen wird, ohne jedoch konkrete Details zu dessen Funktionsweise oder den Tarifen anzubieten.
Die Handelsvizepräsidentin des staatlichen Unternehmens, Lidia Esther Hidalgo, kündigte diesen Montag in der Sendung Mesa Redonda an, dass „wir im Sommer eine neue Option vorstellen werden, die optional sein wird“, in Bezug auf den Service Nauta Hogar, der von den Nutzern aufgrund seiner Preise und technischen Einschränkungen stark kritisiert wird, berichtete die Agentur Prensa Latina.
Dieser Service ermöglicht die Verbindung von Haushalten über ADSL-Technologie, mit Tarifen, die je nach Anzahl der gebuchten Stunden variieren.
Dennoch hat die knappe Ankündigung Besorgnis in der Bevölkerung ausgelöst, da viele Menschen nach dem jüngsten Anstieg der Kosten für den Zugang zum Internet über mobile Daten nun stärker auf den Nauta Hogar-Dienst angewiesen sein werden, was Ängste vor neuen Einschränkungen oder Preiserhöhungen in diesem System hervorgerufen hat.
Laut Hidalgo wird das neue Angebot versuchen, sich an die unterschiedlichen Verbrauchsprofile der Kunden anzupassen, eine Aussage, die angesichts der Unbeliebtheit der jüngsten Änderungen Skepsis und wenig Vertrauen bei den Nutzern hervorruft.
„Einige nutzen die verfügbaren Stunden voll aus, andere nicht. Wir werden ein Angebot machen, das uns ziemlich interessant erscheint“, sagte er.
Häufig gestellte Fragen zum Tarifaufschlag von ETECSA und dessen Auswirkungen
Warum wird ETECSA die Preiserhöhung nicht zurücknehmen?
ETECSA wird die Preiserhöhung nicht zurücknehmen, da die Entscheidung auf nationaler Ebene getroffen wurde, was die Unterstützung der höchsten Ebenen des kubanischen Regimes bedeutet. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Devisen in ein verschuldetes Unternehmen zu injizieren und dessen Grundbetriebsabläufe aufrechtzuerhalten, hat jedoch aufgrund ihrer Auswirkungen auf den Zugang zum Internet und zu Mobiltelefonen Ablehnung in der Bevölkerung hervorgerufen.
Welche Entschädigungsmaßnahmen bietet ETECSA angesichts der Tarifsteigerungen an?
Als Ausgleichsmaßnahme bereitet ETECSA eine Flexibilisierung des Nauta Hogar-Dienstes vor, der einen festen Internetanschluss in Haushalten bietet. Diese Alternative wird jedoch als unzureichend angesehen, da viele kubanische Haushalte häufigen Stromausfällen ausgesetzt sind und die technischen Voraussetzungen fehlen, um den Dienst vorteilhaft nutzen zu können.
Wie wirken sich die neuen Tarife von ETECSA auf die Kubaner aus, die keine Überweisungen erhalten?
Die neuen Tarife von ETECSA wirken sich gravierend auf die Kubaner aus, die keine Überweisungen erhalten, da sie die Aufladungen in kubanischen Pesos auf 360 CUP pro Monat beschränken und sie somit zwingen, auf Datenpakete in Dollar zurückzugreifen, die für diejenigen unzugänglich sind, die keinen Zugang zu Devisen haben. Dies perpetuiert die Ungleichheit und schränkt den Zugang zu einem essenziellen Dienst wie dem Internet ein.
Stimmt es, dass ETECSA ihre Dienstleistungen dollarisiert?
Aunque die Präsidentin von ETECSA die vollständige Dollarisierung bestreitet, hat das Unternehmen neue Datentarife in Dollar eingeführt und die nationalen Aufladungen in CUP eingeschränkt. Dies wurde als Schritt in Richtung einer teilweisen Dollarisierung wahrgenommen, was aufgrund der Exklusion derjenigen, die nur über kubanische Pesos verfügen, zu Kritik geführt hat.
Was ist die Reaktion der Kubaner auf die Preiserhöhung von ETECSA?
Die Reaktion der Kubaner war von Empörung und Ablehnung gegenüber dem Tariferhöhung von ETECSA geprägt. Viele halten die Maßnahmen für ungerecht und ausgrenzend, was die Ungleichheit beim Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen verschärft. Die Kritik hat sich in den sozialen Medien vervielfacht und spiegelt ein weit verbreitetes Unbehagen gegenüber dem Telekommunikationsmonopol und der kubanischen Regierung wider.
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