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Ein elektrisches Leichenfahrzeug wurde am Freitag im municipio Placetas übergeben, mitten in einer Krise, in der der Transport von Verstorbenen durch Treibstoffmangel und den Zustand des Fahrzeugparks in Kuba beeinträchtigt ist.
Die Internautin Kirenia Bermúdez Quesada, Mitarbeiterin der Empresa de Comunales in Villa Clara, bestätigte, dass an der Übergabe des Elektroautos die Beamten der Gemeinde, Direktoren aus Sancti Spíritus und Mitarbeiter des Sektors teilnahmen.
Zehntausende von Nutzern äußerten auf Facebook, dass die Idee in anderen Gemeinden nachgeahmt werden sollte, wo die Bürger improvisierte Transportmittel benötigen, um die Leichname ihrer Angehörigen zu befördern.
Die Situation derBestattungsdienste in Kuba ist kritisch durch die mangelnde Anzahl einsatzfähiger Leichentransporter, den Mangel an Ersatzteilen und unzureichende Wartung. Dieses Problem betrifft mehrere Provinzen und zwingt die Familien, alternative Transportmittel für Beerdigungen zu nutzen.
Der kubanische Staat hat isolierte Maßnahmen ergriffen, wie die Einführung von elektrischen Leichenzügen, aber diese Aktionen sind nicht ausreichend, um eine strukturelle Krise im Bestattungsdienstsystem des Landes zu lösen. Der Mangel an Ressourcen und das schlechte Management beeinträchtigen weiterhin die kubanischen Familien in kritischen Momenten.
Im vergangenen Jahr kaufte die Leitung der Kommunaldienste der Gemeinde Sagua La Grande in Villa Clara ein elektrisches Dreirad, um den Mangel an Leichenwagen in dieser Gemeinde zu beheben.
Die Idee ist nicht neu; im Oktober 2023 wurde ein anderer Triciclo in Santa Clara vorgestellt, der ebenfalls für den Transport von Verstorbenen zum Friedhof bestimmt ist.
In Santiago de Cuba wurden sogar B8-Lkw gesichtet - normalerweise für den Transport von Zuckerrohr verwendet - die umgeleitet wurden, um Särge mit verstorbenen Personen zu transportieren.
Die Bestattungsfahrzeuge sind größtenteils kaputt oder außer Betrieb aufgrund fehlender Reifen und elektrischer Komponenten wie Batterien, nachdem sie jahrelang keine Wartung erhalten haben. Es gibt viele Gemeinden, die keines ihrer eigenen Fahrzeuge mehr aktiv haben.
In Manzanillo, Provinz Granma, musste eine Familie den Transport eines Sargs in einem Lastwagen improvisieren, da kein Bestattungsfahrzeug verfügbar war.
In Ciego de Ávila waren im Februar gerade mal acht der 19 verfügbaren Fahrzeuge betriebsbereit. Und in Matanzas berichtete sogar ein offizieller Journalist von der Unmöglichkeit, seine Großmutter wegen Treibstoffmangel zu beerdigen.
Häufig gestellte Fragen zur Krise der Bestattungsdienste in Kuba
Wie ist die aktuelle Situation der Bestattungsdienste in Kuba?
Die Situation der Bestattungsdienste in Kuba ist kritisch, mit einem erheblichen Verfall aufgrund von Ressourcenmangel, unzureichender Wartung und Fahrzeugmangel. Viele Familien sind gezwungen, improvisierte Transportmittel zu nutzen, um die Verstorbenen zu befördern, was eine strukturelle Krise im Land widerspiegelt.
Welche Lösungen hat die kubanische Regierung implementiert, um die Bestattungsdienste zu verbessern?
Der kubanische Staat hat elektrische Leichentransporter eingeführt, um die Bestattungsdienste teilweise zu verbessern. Allerdings werden diese Maßnahmen von vielen als unzureichend angesehen, da sie die Wurzeln der Krise, die das gesamte Bestattungssystem im Land betrifft, nicht angehen.
Wie wirkt sich die Ressourcenkrise auf die Bestattungsdienste in verschiedenen Provinzen Kubas aus?
Der Mangel an Ressourcen wirkt sich kritisch auf die Bestattungsdienste in allen Provinzen Kubas aus. In Orten wie Ciego de Ávila sind nur 8 von 19 Leichenzügen einsatzbereit, und in Santiago de Cuba wurden Beerdigungen in Pappkartons gemeldet. Der Mangel an Ersatzteilen und die fehlende Wartung haben die Situation verschärft.
Welche Reaktionen hat die Einführung von elektrischen Leichenzügen in der Bevölkerung hervorgerufen?
Die Einführung von elektrischen Leichenzügen hat unter der kubanischen Bevölkerung gemischte Reaktionen und Kritik ausgelöst. Viele sehen diese Maßnahme als ein vorübergehendes Pflaster und nicht als Lösung für die Krise im Bestattungsdienst. Die Kritik konzentriert sich auf die mangelnde Stabilität der Elektrizität und darauf, dass diese Maßnahmen das grundlegende Problem nicht lösen.
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