Botschaft gegen Díaz-Canel und die Diktatur erscheint in einer Arztpraxis in Havanna

Diese Art von Nachrichten ist in den letzten Jahren in öffentlichen Räumen in Kuba häufiger geworden, insbesondere während Zeiten der Wirtschafts- krise, Stromausfällen, Repression oder Preiserhöhungen wie der jüngsten Preiserhöhung von ETECSA.

Wandgemälde in Havanna gegen die Diktatur und Miguel Díaz-CanelFoto © Facebook / José Raúl Gallego

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Ein Graffiti mit dem Satz „Nieder mit der Diktatur. Díaz-Canel singao“ erschien diese Woche an der Außenmauer einer Arztpraxis im Viertel La Hata im habanischen Municipio Guanabacoa, als neuer Ausdruck des Volksunmuts gegen den kubanischen Herrscher und das auf der Insel herrschende politische System.

Die Schrift wurde von dem Akademiker und Journalisten José Raúl Gallego in sozialen Netzwerken gemeldet, der den genauen Standort identifizierte: die medizinische Postion an der Ecke Concha und Calle 20, auf dem Weg zur speziellen Schule 28 de Enero.

Bildschirmaufnahme Facebook / José Raúl Gallego

Laut dem Aktivisten handelt es sich um ein Gebiet mit starker militärischer Präsenz, da dort zahlreiche Gebäude für Offiziere der Revolutionsstreitkräfte (FAR) errichtet wurden.

Der in großen, schwarzen Buchstaben verfasste Text prangert die "Diktatur" an und richtet einen beleidigenden Kommentar an Miguel Díaz-Canel.

Der Ausdruck “Díaz-Canel singao”, der seit dem sozialen Aufstand am 11. Juli 2021 weit verbreitet ist, wurde in vielfältiger Weise als Symbol des sozialen Widerstands verwendet. Sein Ursprung ist mit einem Lied des Rappers Aldo el Aldeano verbunden, der den Refrain als oppositionelle Parole eingeführt hat.

Diese Art von Nachrichten wird in öffentlichen Räumen in Kuba in den letzten Jahren immer häufiger, insbesondere während wirtschaftlicher Krisen, Stromausfällen, Repressionen oder Tariferhöhungen wie der kürzlichen Preiserhöhung von ETECSA. In den letzten Tagen wurden und ein weiterer an einer zentralen Ecke in Sancti Spíritus.

Obwohl diese Protestausdrücke oft schnell von Beamten des Ministeriums für Innere Angelegenheiten (MININT) gelöscht werden, werden sie dennoch von Nachbarn und Aktivisten aufgegriffen und in sozialen Medien geteilt.

Für viele stellen diese Graffiti symbolische Akte des Widerstands inmitten eines Klimas der Zensur und Angst dar. Das Auftauchen solcher provokativer Plakate impliiziert in der Regel den Einsatz von Polizeiexperten und Repressoren in der Gegend, die bis hin zu Fingerabdrücken nehmen und mit Hunden auf der Suche nach der Urheberschaft der Botschaft ermitteln.

Die schnelle Verbreitung dieser Bilder spiegelt eine Bürgerschaft wider, die trotz der Repression weiterhin nach Wegen sucht, ihren Unmut über die steigende Verschlechterung der Lebensbedingungen in Kuba und den Mangel an Freiheiten auszudrücken.

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