In den sozialen Medien veröffentlichte Videos zeigten zwei einfache Boote, die mit Mühe unter einem Sturm ruderten und sich der mexikanischen Küste näherten.
Die Bilder, die morgens an einem Strand in Tulum an der karibischen Küste Mexikos aufgenommen wurden, wurden von vielen Nutzern als Ankunft von "balseros cubanos" interpretiert, was Besorgnis, Solidaritätsbekundungen und auch Desinformation auslöste. Lokale Medien wie Noti-Sur Chetumal und QueNotas QRoo verstärkten die Gerüchte mit falschen Informationen.

Pero die Geschichte nahm eine unerwartete Wendung: es handelte sich nicht um Migranten auf der Suche nach Zuflucht, sondern um Touristen, die für einen Wettbewerb im Wasser trainierten.
Angesichts der Verbreitung von Videos und Gerüchten über eine mögliche neue Ankunft von Kubanern auf dem Seeweg hat die Öffentliche Sicherheits- und Bürgerschutzbehörde von Tulum eine Mitteilung herausgegeben, um diese Version zu widerlegen.
Nach Angaben der Behörden wurden nach Kenntnis der Ereignisse Such- und Identifikationsmaßnahmen eingeleitet, um den vermeintlichen Migranten zu helfen. Allerdings wurde nach Kontakt mit dem Sicherheitspersonal des Hotels Ahau bestätigt, dass die Personen in den Kanus Gäste waren, die seit 7:00 Uhr morgens sportliche Aktivitäten durchführten, als Teil ihrer Vorbereitung auf eine Veranstaltung, die nächsten Sonntag in Akumal stattfinden wird.
Die Viralität der Videos verdeutlicht auch die Macht der sozialen Medien, die Realität zu verzerren, insbesondere bei so sensiblen Themen wie der Migration. In diesem Fall trugen die einfachen Boote und die schwierigen Wetterbedingungen zur Verwirrung bei.
Die Küsten des Südostens Mexikos sind zu einem häufigen Ankunftsort für Kubaner geworden, die in improvisierten Booten fliehen, angesichts der Krise, die die Insel trifft.
Im Dezember letzten Jahres wurden zwölf kubanische Migranten in Tulum gerettet, nachdem sie sechs Tage auf See trieben. Sie kamen dehydriert und am Rande des Kollapses an, berichten die mexikanischen Behörden.
Vor einem Monat erschien ein rustikales Boot in Yucatán, auch von Kubanern besetzt. Und im Mai wurden 51 weitere Balseros an den Küsten von Quintana Roo abgefangen, in zwei kleinen Booten. Ähnliche Geschichten wiederholen sich in Tamaulipas, Cancún, El Cuyo und sogar auf hoher See: Kreuzfahrtschiffe und Schiffe haben an Rettungsaktionen von kubanischen Flüchtlingen beteiligt, die in Gefahr sind zu kentern.
In einer der dramatischsten Überfahrten des letzten Jahres haben vier Kubaner 34 Tage auf See überlebt, während andere vier an Dehydrierung starben.
Häufig gestellte Fragen zur Verwechslung von Touristen mit kubanischen Balseros in Mexiko
Warum wurden die Touristen in Tulum mit kubanischen Bootflüchtlingen verwechselt?
Die Touristen, die an den Küsten von Tulum trainierten, wurden wegen der einfachen Boote, die sie benutzten, und der widrigen Wetterbedingungen mit Flüchtlingen verwechselt. Die Viralisierung der Videos in den sozialen Medien schürte die Verwirrung und die Gerüchte.
Wie wurde das Missverständnis über die angeblichen kubanischen Flüchtlinge geklärt?
Die Sekretariat für öffentliche Sicherheit von Tulum gab eine Mitteilung heraus, um klarzustellen, dass die Personen in den Kanus Touristen waren, die für eine Wassersportveranstaltung trainierten. Dies wurde bestätigt, nachdem der Sicherheitsdienst des Hauses, in dem sie untergebracht waren, kontaktiert wurde.
Wie ist die aktuelle migrationslage der kubanischen Balseros in Mexiko?
México ist zu einem häufigen Ziel für die Ankunft kubanischer Flüchtlinge geworden, die der Krise auf der Insel entkommen. Die Küsten im Südosten Mexikos sind ein gewohnter Anlaufpunkt aufgrund ihrer geografischen Nähe zu Kuba. Die Migranten stehen extremen Bedingungen gegenüber und benötigen oft Hilfe.
Welches Potenzial haben soziale Medien in Situationen der Desinformation?
Soziale Medien können die Realität verzerren, besonders bei sensiblen Themen wie Migration. Die schnelle Verbreitung und das Fehlen von Informationsüberprüfung tragen zur Verbreitung von Gerüchten und Fehlinformationen bei.
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