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In einem Land mit täglichen Blackouts, sind tausende Menschen ohne regelmäßigen Zugang zu Trinkwasser, mit astronomischen Preisen und Familien, die so gut sie können kochen —wenn sie können—, hat die Zeitung Ahora, das offizielle Organ der Kommunistischen Partei in Holguín, ein unfehlbares Rezept publiziert, um in Kuba zu überleben: „eine positive Einstellung beizubehalten“.
Der Artikel, unterzeichnet von der Journalistin Hilda Pupo Salazar, vermeidet jede kritische Analyse der wirklichen Ursachen für den allgemeinen Verfall, den die Insel erleidet, und schlägt stattdessen den Kubanern vor, die Krise „mit Dankbarkeit, optimistischer Haltung und Willen“ zu begegnen, als ob Optimismus die Rechnungen begleichen, die Wassertanks füllen oder das Essen ersetzen könnte.
Unter dem Titel einer motivierenden Philosophie, die einer Selbsthilfebroschüre würdig ist, empfiehlt die Autorin Sätze wie „Beginne deinen Tag mit Optimismus“ und praktische Ratschläge wie „Setze dir kleine und erreichbare Ziele“ in einem Kontext, in dem der Kauf eines Liters Öl oder eines Kartons Eier bereits eine wirtschaftliche Herausforderung darstellt.
Der Text erwähnt weder das Wort Inflation noch Mangel oder auch Stromausfälle, obwohl die Kubaner heute in einigen östlichen Provinzen, einschließlich Holguín und Santiago de Cuba, mit täglichen Stromausfällen von bis zu 10 Stunden leben.
Es gibt auch keine Hinweise auf die zunehmende Verarmung des kubanischen Volkes, auf die Prekarität der Kohlenöfen, auf die langen Warteschlangen oder auf die Verzweiflung, die Tausende jeden Monat zur Auswanderung treibt.
Aber eines ist sicher: Es wird dazu aufgefordert, sich nicht in der Negativität zu verlieren und „emotionale Resilienz“ zu praktizieren.
Der Artikel schlägt sogar vor, dass „jede Situation eine Gelegenheit sein kann“, und zitiert inspirierende Sätze von US-amerikanischen Autoren wie Clement Stone und William Feather, deren Realitäten wenig mit der eines kubanischen Rentners zu tun haben, der von einer Rente lebt, die nicht einmal ausreicht, um Reis zu kaufen.
Häufige Fragen zur aktuellen Situation in Kuba und der offiziellen Haltung
Was ist die Empfehlung der staatsnahen Zeitung zur Bewältigung der Krise in Kuba?
Die Zeitung Ahora empfiehlt den Kubanern, eine positive Einstellung beizubehalten, um den täglichen Schwierigkeiten zu begegnen, und rät zu Dankbarkeit, optimistischer Haltung und Wille, obwohl dies die materiellen Probleme, wie die Stromausfälle und die Lebensmittelknappheit, nicht löst.
Wie beeinflusst die Energiekrise das tägliche Leben in Kuba?
Die Energiekrise in Kuba führt zu langen Stromausfällen von bis zu 20 Stunden täglich, was das tägliche Leben erheblich beeinträchtigt. Die Familien haben Schwierigkeiten beim Kochen, der Lebensmittelkonservierung und der angemessenen Erholung. Der Mangel an Elektrizität bringt zudem Probleme beim Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und der Aufrechterhaltung eines Mindestmaßes an Lebensqualität mit sich.
Welche offiziellen Lösungen werden für die Stromausfälle in Kuba vorgeschlagen?
Die kubanischen Behörden schlagen vor, dass die Stromausfälle "handhabbar" sind, anstatt sie zu beseitigen. Es wird eine besser kontrollierte Rotation in Betracht gezogen, um das Bürgerunwohlsein zu minimieren, obwohl dies nicht zu echten Verbesserungen für die Bevölkerung geführt hat. Das Fehlen einer strukturellen Lösung führt weiterhin zu Unmut.
Wie reagiert die kubanische Bevölkerung auf die offiziellen Empfehlungen?
Die kubanische Bevölkerung zeigt Empörung und Frustration über die offiziellen Empfehlungen, die als von der Realität entfremdet angesehen werden. Die Vorschläge, "positiv zu denken" und "Resilienz zu üben", lindern nicht die materiellen Schwierigkeiten wie Nahrungsmittelknappheit und Stromausfälle und verdeutlichen eine Kluft zwischen der offiziellen Rhetorik und den realen Lebensbedingungen.
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