Der kubanische Rapper Yotuel Romero, Mitglied der Gruppe Orishas, konnte während seines Auftritts beim Festival Rototom Sunsplash in Benicàssim, Castellón de la Plana, Spanien, die Tränen nicht zurückhalten.
Der intensivste Moment der Nacht kam, als er „Patria y Vida“, die Protesthymne, die die historischen Proteste im Juli 2021 in Kuba prägte, interpretierte.
Según berichtete El Periódico Mediterráneo, Yotuel hob die kubanische Flagge vor Tausenden von Anwesenden empor und wiederholte: „Für ein freies Kuba, für ein freies Venezuela, für ein freies Palästina“.

Die Emotion war so groß, dass er das Lied nicht beenden konnte und das Publikum die Verse singen ließ: „Mein Volk verlangt nach Freiheit, keine Doktrinen mehr. Lassen wir nicht mehr Vaterland oder Tod rufen, sondern Vaterland und Leben.“
Unter den Anwesenden waren Dutzende Kubaner mit T-Shirts und Fahnen, die zusammen mit dem Künstler sprangen und sangen. „Es war sehr emotional, Yotuel konnte aus lauter Freude nicht zu Ende singen, was uns alle berührte“, erzählte eine junge Kubanerin dem spanischen Medium.
Die Kraft des Moments spiegelte sich auch in den sozialen Medien wider. Der kolumbianische DJ Javier Álvarez teilte Bilder mit Yotuel und betonte, was es bedeutete, Orishas wiederzusehen: „Sie haben mir beigebracht, von Herzen zu singen, ich singe nicht einfach so, ich singe, um nicht zu weinen.“
Veröffentlicht im Jahr 2021 wurde „Patria y Vida“ zu einem Freiheitsruf im Gegensatz zum offiziellen Motto „Patria o Muerte“. Das Lied vereinte Yotuel, Descemer Bueno, Maykel Osorbo, El Funky und Gente de Zona und begleitete die größten Proteste in Kuba seit mehr als sechs Jahrzehnten. Heute erklingt es weiterhin als ein Schrei nach Widerstand und Hoffnung unter Kubanern innerhalb und außerhalb der Insel.
Ein Festival mit sozialer Verantwortung
Die 30. Ausgabe des Rototom Sunsplash versammelte über 218.000 Personen aus 111 Ländern und festigte damit seinen Status als eines der größten Reggae-Festivals der Welt.
Mit dem Motto Celebrating Life kombinierte die Veranstaltung Konzerte und kulturelle Aktivitäten mit einem ausgeprägten sozialen Engagement: Debatten über Gaza, die Klimakrise und Interkulturalität sowie kollektive Aktionen zur Unterstützung Palästinas.
Das Line-up umfasste internationale Größen wie Shaggy, Burning Spear, Koffee, Julian und Ky-Mani Marley sowie die Kubaner von Orishas, die den emotionalsten Akzent der Nacht setzten.
Häufig gestellte Fragen zu "Patria y Vida" und der Bewegung für die Freiheit in Kuba
Was ist das Lied "Patria y Vida" und warum ist es bedeutend?
„Patria y Vida“ ist ein Protestlied, das sich im Juli 2021 zu einer Hymne für die Proteste in Kuba entwickelt hat. Geschaffen von Yotuel Romero, Descemer Bueno, Maykel Osorbo, El Funky und Gente de Zona, stellt das Lied direkt das offizielle Motto der kubanischen Regierung „Patria o Muerte“ in Frage und ist zu einem Symbol des Widerstands und der Hoffnung für Kubaner innerhalb und außerhalb der Insel geworden.
Wie reagierte Yotuel Romero während seiner Darbietung von "Patria y Vida" beim Rototom Festival?
Durante seines Auftritts beim Rototom Sunsplash Festival, Yotuel Romero wurde bis zu Tränen gerührt, während er "Patria y Vida" sang. Er konnte das Lied aufgrund der Emotionen nicht beenden und ließ das Publikum die Verse mit singen, die Freiheit und Wandel für Kuba fordern. Dieser Moment spiegelte die tiefe emotionale Verbindung wider, die das Lied mit den Kubanern hat, die sich einen Wandel auf der Insel wünschen.
Welchen Einfluss hatte "Patria y Vida" auf den Kampf um die Freiheit in Kuba?
„Patria y Vida“ hat einen erheblichen Einfluss auf die Freiheitsbewegung in Kuba gehabt. Es diente nicht nur als Protesthymne, sondern hielt auch das Feuer des Wandels am Leben, indem es Tausende von Kubanern inspirierte, sich gegen das Regime zu erheben. Das Lied und seine Botschaft haben die Grenzen überschritten, resonieren mit im Exil lebenden Kubanern und ziehen internationale Aufmerksamkeit auf die Situation auf der Insel.
Wie hat das kubanische Regime auf das Lied "Patria y Vida" reagiert?
Das kubanische Regime hat auf "Patria y Vida" mit Zensur und Repression reagiert. Das Lied wurde in Kuba verboten, und einige seiner Schöpfer, wie Maykel Osorbo, haben Verhaftungen und politische Verfolgung erlitten. Dies unterstreicht die Angst der Regierung vor der wachsenden Dissidenz und der Kraft der Musik als Mittel des sozialen Wandels.
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