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Ein Bundesberufungsgericht hat der Verwaltung von Donald Trump die Genehmigung erteilt, den rechtlichen Status von mehr als eineinhalb Millionen kubanischen, haitianischen, venezolanischen und nicaraguanischen Migranten, die unter dem von Präsident Joe Biden implementierten humanitären parole-Programm (CHNV) in die Vereinigten Staaten gekommen sind, zu widerrufen.
Die Entscheidung, die an diesem Freitag veröffentlicht wurde, hebt die vorherige Aussetzung auf, die von einem Bundesrichter in Boston erlassen worden war und die Versuche zur Deportation vorübergehend blockiert hatte. Laut dem Obersten Gerichtshof der USA erfordert das Gesetz eine fallweise Analyse zur Gewährung des Vorteils, imposiert jedoch keine ähnliche Einschränkung für dessen Aufhebung.
Das bedeutet, dass die Regierung die erteilten Genehmigungen kollektiv widerrufen kann unter dem CHNV-Schema.
Die Kläger —eine Gruppe von Migranten und Unterstützungsorganisationen— argumentierten, dass die Maßnahme illegal sei und das rechtsstaatliche Verfahren verletze, da zuvor erteilte Genehmigungen massenhaft widerrufen wurden.
Sin embargo, das Berufungsgericht des ersten Kreises unterstützte die Position der Regierung von Trump und kam zu dem Schluss, dass die Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, die Befugnis hat, das Programm zu beenden gemäß dem Einwanderungs- und Nationalitätsgesetz (INA).
In seinem Urteil stellte das Gericht fest, dass die Kläger nicht überzeugend nachweisen konnten, dass sie in ihrem Argument gelten könnten, dass die Entscheidung die Ermessensspielräume des Ministeriums für Innere Sicherheit überschritt.
Die Richter hielten fest, dass das Ministerium für Innere Sicherheit angemessene Erklärungen angeboten hat, darunter dass die Programme keinen signifikanten öffentlichen Nutzen brachten, die irreguläre Migration nicht verringerten und ihre Ziele in Bezug auf die Grenzsicherheit nicht erfüllten.
Die Richter unterstrichen, dass das parole stets vorübergehend und auf zwei Jahre begrenzt war und mit ausdrücklichen Warnungen versehen war, dass es jederzeit widerrufen werden konnte. Daher bezeichneten sie die Erwartung einer langfristigen Aufenthaltsgenehmigung als „unergründlich“.
Das CHNV-Programm, das 2023 unter der Verwaltung von Biden ins Leben gerufen wurde, erlaubte den kontrollierten und legalen Eintritt von Migranten aus diesen vier Ländern mit temporären Aufenthaltserlaubnissen und Arbeitserlaubnis.
Jetzt stehen tausende von Begünstigten vor der Möglichkeit, ihren rechtlichen Status zu verlieren und einem Ausweisungsverfahren ausgesetzt zu sein.
Die Maßnahme hat Bedenken unter den Befürwortern von Einwanderern hervorgerufen, die vor den verheerenden Auswirkungen auf bereits in den Vereinigten Staaten ansässige Familien warnen.
Menschenrechtsorganisationen und Staaten, die als „amici curiae“ (Freunde des Gerichts) intervenierten, warnten vor den schwerwiegenden humanitären Folgen der Maßnahme, da sie tausende von Familien in vulnerablen Situationen und an der Schwelle zur Trennung zurücklässt.
Dennoch feierte die Trump-Administration die Entscheidung als einen Sieg ihrer Migrationspolitik und stellte sicher, dass die Verwendung des parole “streng” und begrenzt wiederhergestellt wird, die nur fallweise und aus Gründen des dringenden öffentlichen Interesses anwendbar ist.
Der Beschluss könnte einen Präzedenzfall schaffen, um andere bestehende Programme für humanitäres Parole abzuschaffen, was auch Bürger aus der Ukraine, Afghanistan und mittelamerikanischen Ländern betreffen würde.
Häufig gestellte Fragen zur Aufhebung des humanitären Parole für Migranten in den USA.
Was ist humanitäre Freilassung und wen betrifft sie?
Das humanitäre Parole-Programm war ein von der Regierung Joe Bidens eingeführtes Programm, das die legale und temporäre Einreise von Migranten aus Kuba, Haiti, Nicaragua und Venezuela in die Vereinigten Staaten ermöglichte. Es bot temporäre Aufenthaltsgenehmigungen und Arbeitsgenehmigungen für zwei Jahre für diejenigen an, die unter bestimmten Bedingungen einreisten, wie zum Beispiel das Vorhandensein eines Sponsors in den USA.
Warum wurde das humanitäre Parole aufgehoben?
Die Verwaltung von Donald Trump argumentierte, dass das humanitäre Parole nicht mit ihren Zielen übereinstimmte, die irreguläre Migration zu reduzieren oder die Grenzsicherheit zu verbessern. Außerdem wurde angenommen, dass es keinen signifikanten öffentlichen Nutzen brachte und Druck auf die öffentlichen Ressourcen und das Migrationssystem ausübte.
Welchen Einfluss hat die Aufhebung des Parole-Status auf die betroffenen Migranten?
Die Widerrufung des humanitären Parole setzt über 530.000 Migranten der Abschiebung aus. Diese Migranten, die über vorübergehende Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen verfügten, stehen nun vor einem rechtlichen Stillstand und müssen nach anderen legalen Wegen suchen, um in den USA zu bleiben oder sich Abschiebungsverfahren stellen.
Was argumentierten die Kläger gegen die Widerrufung des Parole?
Die Kläger argumentierten, dass die massenhafte Widerrufung des humanitären Paroles das Due Process verletzt, indem zuvor erteilte Genehmigungen ohne individuelle Prüfung jedes Falls annulliert werden. Sie behaupteten, dass diese Maßnahme illegal sei und verheerende Folgen für Tausende von Familien, die in den USA leben, haben würde.
Welche gerichtlichen Entscheidungen haben die Aufhebung des humanitären Parole beeinflusst?
Die Widerrufung des humanitären Parole war Gegenstand zahlreicher rechtlicher Auseinandersetzungen. Ursprünglich blockierte eine Bundesrichterin die Widerrufung und argumentierte, dass individuelle Bewertungen erforderlich seien. Allerdings erlaubte der Oberste Gerichtshof der USA später der Regierung Trump, mit der Widerrufung fortzufahren und unterstützte die Befugnis der Exekutive, das Programm abzubrechen.
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